28.02.24

Rapid noch geschickter als die ÖVP.  Die besungenen "oaschwoamen Veilchen" sind der bisher am schwersten zu schreibende Tagebuch-Eintrag. Shitstorm Gefahr. Aber ja, man muss lachen. Nämlich über die Rapidler, die einfach so daneben sind, in der heutigen Zeit mit stets tausenden Smartphones rundherum unbedingt den Fans gefallen zu wollen. Ein Fettnäpfchen Marke Champions League, national in einer anderen Sportart nur von der ÖVP überboten. Und Spieler als Manager? Ein Problem, denn sie sind selbst grössere Fans als externe Manager und eher Werbeträger als operative Checker. Sie kennen die Szene in ihrer Tiefe mit doppelter Bedeutung des Wortes Tiefe. Da ist bald mal was schwul, ohne damit Homosexualität verunglimpfen zu wollen. Die Tagespresse hat es so ausgedrückt: "Mit den fußballerischen Leistungen reicht es für Rapid Wien derzeit nur für Rang 6 in der Bundesliga. Doch nun haben die Grün-Weißen ihr wahres Talent entdeckt: Homophobie. Saudi-Arabien schlägt sofort zu und kauft den Kader geschlossen auf." Also wer den Schaden hat, hat den Spott. "Schwul"ist blöderweise für alles mögliche umgangssprachlich eingedeutscht, kann man nur verbieten, wegkriegen tut man das sonst nicht. Das englische Fuck, das längst nicht mehr Ficken heisst, ist da sympathischer aufgestellt und kommt bei manchen in jedem Satz vor. Auch bei uns. Klar ist: Homophobie geht nicht und ich glaube auch nicht, dass das die patscherten Akteure sind. Es ist eher ein Bildungsthema.

 

 
 

Facettenreiche Telekom Austria-HV: All Star Fragenstellerteam, teilweise mühsam (G...

Facettenreiche TKA-HV. Am 24.9.2020 um 10 Uhr eröffnete Aufsichtsratsvorsitzende Edith Hlawati die HV. Neben zwei Anwälten waren auch Florian Beckermann (IVA) und Thomas Niess (Own Austria) unter den vier besonderen Stimmrechtsvertretern. Wir erfuhren vom Long Term Incentive Programme mit Modifier, fiktiven Bonusaktien und ausschließlicher Barauszahlung. CEO Thomas Arnoldner sprach davon, dass man zum ersten Mal seit 15 Jahren in allen Ländern das Ebitda steigern habe können. Das Rebranding auf A1 habe in Weißrussland und Nordmazedonien einmalige Kosten verursacht. Anm: Ich schmunzle immer noch über die Irrwege der TKA bei der Markensuche, z.B. als ein alter Mann in die Postfiliale kam und sich beschwerte, dass er eine Rechnung von "Jet-Zwei-Web" bekommen habe,...     » Weiterlesen


 

HV-Filibusteros: Auf virtuellen HVs gibt es die freie Rede nicht mehr (Günter Lunt...

HV-Filibusteros. Als Hauptversammlungen noch als Präsenz-HVs abgehalten wurden, drehten sich die Fragen der Aktionäre vor allem um Kosten, um Gründe für das Scheitern von Projekten usw., aus den Fragen und Kritiken sprach zum allergrößten Teil die Sorge um das Wohlergehen des Unternehmens. In wirtschaftlicher Hinsicht. Das Unternehmen braucht positive Zahlen, um langfristig abgesichert zu sein. Niemand in Österreich hat noch unrealistisches Wachstum verlangt. Mal konnte man den Wunsch nach höherer Dividende hören, und sehr oft wurde gefragt, ob man das Personal eh gut behandelt. Hin und wieder ging es um "Konsumentenschutzthemen", also ein Aktionär beklagte, dass er als Kunde vom Unternehmen schlecht behandelt werde. Die Meinungen dazu sind geteilt, f&u...     » Weiterlesen


 

Virtuelle Flughafen-Wien-HV: Updates ohne Gewusel zu Geschäftsgang und Aufsichtsra...

Virtuelle Flughafen-Wien-HV. Kein Gewusel rund um den Frühstückskaffee dieses Jahr, die Hauptversammlung der Flughafen Wien AG am 4.9.2020 um 10 Uhr fand virtuell statt, wir konnten nur zusehen. Der besondere Stimmrechtsvertreter Wilhelm Rasinger war verhindert, ihn vertrat Florian Beckermann . Notar Brix verlas die Formalien . Die scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Bettina Glatz-Kremsner sprach von erfreulichem Passagierwachstum 2019, von Ausbau und Erneuerung der Terminalinfrastruktur und vom neuen Office-Center, grundsätzlich von der "hervorragenden Entwicklung der Gesellschaft in den letzten Jahren". Auch wenn es noch längere Zeit dauern sollte, bis die derzeitige Krise ende, man sei gut aufgestellt, man sei fast schuldenfrei. Um 10:20 Uhr übernahm Vorstand Günthe...     » Weiterlesen


 

Virtuelle CA-Immo-HV: Vieles gut, Dauer sehr lange und Kosten für die virtuelle HV...

Virtuelle CA-Immo-HV. Die virtuelle CA-Immo-HV begann am 25.8.2020 wie von den CA-Immo-Präsenz-HVs gewohnt um 14 Uhr. Notar Huppmann verlas die besonderen Formalien für die virtuelle HV. Wir erfuhren von 6% eigenen Aktien, der Bestand habe sich seit der letzten HV nicht verändert. Es habe 8 AR-Sitzungen gegeben, in denen über Berlin, Frankfurt, Mainz, Prag und die Immofinanz-Beteiligung gesprochen worden sei, und wo man den neuen Geschäftsführer für Deutschland ausgewählt habe. Die jährliche Selbstevaluierung des Aufsichtsrats habe stattgefunden. Es bestünden keine Aktienoptionspläne. Die Phantom Shares sollen durch Long Term Incentive-Pläne abgelöst werden . Bei Abberufungen von Vorständen aus wichtigem Grund stünden maximal 2 ...     » Weiterlesen


 

Virtuelle Manner-HV 3.8.2020: Man hat viele 1-Stück-Aktionäre, Umsatz auf Vorjahre...

Virtuelle Manner-HV 3.8.2020. Es hieß früh aufzustehen, denn auch ohne die physische Präsenz von Aktionären begann die Manner-HV wie in den Vorjahren schon um 9 Uhr. Vorstand Albin Hahn ließ uns wissen, dass der Rohstoffkostenanteil mit 29,3% unverändert geblieben sei. Die Leiharbeitskräfte seien deutlich reduziert worden, dafür sei zusätzliches Eigenpersonal aufgenommen worden. Das Energieeffizienzmanagement habe Früchte getragen, am Standort Wien sei das Blockheizkraftwerk durch das nächstgrößere ersetzt worden, dieses sei bereits in Betrieb genommen worden. Die Kraft-Wärme-Kopplung bringe ca. 50% Mehrleistung bei Strom und Wärme, die an Wienenergie gelieferte Fernwärme habe durch zusätzliche Effizienz erhöh...     » Weiterlesen


28.02.24

Dominik Hojas habe ich in diesem Tagebuch schon öfters erwähnt. Er ist Co-Gründer des Mediums Börsianer, mit dem er einiges bewegt hat und das er für mich nicht ganz überraschend zum Jahreswechsel verlassen hat. Nicht überraschend? Nun, Börsetratsch gibt es immer und es ist ja nichts Böses, ein Unternehmen zu verlassen, wenn man keinen Schaden hinterlässt. Und den hinterlässt er nicht. Im Gegenteil: Börsianer hat definitiv in den letzten Jahren einen Footprint am Markt hinterlassen. Ich kenne Dominik (37), seit er Anfang 20 ist. Sein Co. Michael Berl und er haben regelmässig unsere Roadshows besucht. Warum ich das heute schreibe? Weil Dominik noch eine Farewell-Tour bei CEOs gemacht hat und jetzt zum Börsepeople-Podcast angetreten ist, zu hören seit heute unter https://www.audio-cd.at/page/podcast/5420 . Die Aufnahme ist deshalb speziell, weil er auch kapitalmarktpolitisches Querdenken eingebracht hat. Gehört der Kapitalmarkt von innen erneuert? Quasi resetted? Soll die Wiener Börse ein EBIT-starkes IT-Unternehmen im internationalen Wettbewerb der Branche sein? Oder vielleicht doch eher den volkswirtschaftlichen Nutzen (ich ergänze: und Home Bias) in den Mittelpunkt stellen? Und warum haben wir Börseleute so überhaupt keine Lobby? Hörenswert.