23.06.24

Da bei dieser Fussball-Euro die besten vier Gruppen-Dritten weiterkommen und Österreich da unter den Kandidaten ist, darf natürlich gerechnet werden. Und das ist deswegen spannend, da ja nicht alles gleichzeitig passiert. Und heute hat Ungarn mal einen dritten Rang in der Gruppe mit Deutschland, der Schweiz und Schottland dank eines Last Minute Tores fixiert. Es ist gut für Österreich, dass nicht die Schotten gewonnen haben, aber ein Unentschieden wäre noch besser gewesen, dann wären die drei Punkte Österreichs sowieso nicht einholbar dagestanden. Um vor den Ungarn zu bleiben, dürfen die Österreicher nun sogar mit 3 Toren Unterschied gegen die Niederlande verlieren (was natürlich gegen potenziell in einen Lauf kommende Holländer immer einzukalkulieren ist). Ich glaube aber gelesen zu haben, dass irgendeine KI die Aufstiegswahrscheinlichkeit für Österreich mit 98 Prozent beziffert hat, vor allem, weil uns die Polen wegen des direkten Duells nicht mehr überholen können. Ich glaube, schon am Dienstag können wir das fix bejubeln, das mit dem Aufstieg in die Last 16.

 

DAX: Italien-Debakel, EU-Krise, Absturz? (Stefan Böhm)

29 Nov

Stefan Böhm

Wieder einmal drücken Unsicherheiten Europas Börsen nach unten. Das Verfassungsreferendum in Italien am 4. Dezember könnte nicht nur die Regierung in Rom in eine Krise stürzen, sondern ganz Italien. Dazu kommt das Treffen der OPEC am Mittwoch: Scheitern die Ölexportländer beim Versuch, die Förderung zu kürzen, dann steigt die Gefahr eines neuen Absturzes beim Ölpreis. Diese Risiken lassen den DAX wieder bis zur Unterstützung bei 10.600 Punkten fallen. Schicksalsabstimmung für Renzi? Gibt es am 4. Dezember in Rom einen weiteren Sieg der EU-Gegner? Ein „Nein“ der Italiener zur von Staatschef Renzi geplanten Verfassungsreform als Ablehnung der EU zu interpretieren, scheint jedoch übertrieben. Da muss man die Kirche im Dorf lassen. J&...     » Weiterlesen


 

Warnung: Schockpotenzial bei Aktien! (Stefan Böhm)

12 Oct

Stefan Böhm

Eine fallende Tendenz für Aktien aus Europa und den USA prophezeien die Analysten von Goldman Sachs . Wirtschaftliche und politische Risiken würden Potenzial für Schocks am Aktienmarkt beherbergen. Die Investmentprofis bevorzugen daher asiatische Aktienmärkte und eine generell defensivere Herangehensweise im Schlussquartal. Letztlich erwartet Goldman Sachs in den nächsten Wochen ein volatiles Auf und Ab und am Ende des Jahres Stände bei den Aktienindizes in den USA und Europa, die etwa 2 Prozent unter dem aktuellen Niveau liegen. Die Gründe für die Skepsis der Analysten sind das schwache Wachstum in Europa, Zweifel an der Wirksamkeit der Geldpolitik der EZB und die kriselnden Banken des alten Kontinents. In den USA sieht Goldman Sachs die Bewertungen am Aktienmar...     » Weiterlesen


 

Gold: Historische Kaufchance? (Stefan Böhm)

22 Aug

Stefan Böhm

Der Edelmetall-Analyst Mark J. Lundeen ist in einer interessanten Langzeitstudie der Behauptung nachgegangen, Goldaktien seien ein sicherer Hafen in der Krise. Die Ergebnisse sind beeindruckend. Anhand mehrerer Gegenüberstellungen wird ersichtlich, dass seit 1925 stets genau dann Billionen von US-Dollar in den Minensektor fließen, wenn es an den Aktien- und Anleihemärkten abwärts ging. Dies ist insofern bemerkenswert, da die bisherige Erholungsphase der Edelmetalle ohne diese „Unterstützung“ auskommen musste. Die Aktienindizes in den USA haben neue Allzeithochs markiert und Gold hat sich trotzdem fast 30 Prozent von seinen Tiefstständen gelöst. Ein positives Signal. Die Dimensionen sind beinah unvorstellbar Lundeen zeigt auf, dass die Vehemenz der Gold-R...     » Weiterlesen


 

BMS, Merck & Co., Roche, Astra-Zeneca, Merck - Pharmaaktien: So lösen sich 20 Mrd....

09 Aug

Stefan Böhm

Sicher denken Sie bei Aktien aus dem Pharmabereich an konservative Papiere mit gefestigten Zukunftsaussichten. Gesundheit hat schließlich immer Konjunktur, auch wenn andere Sektoren ihre zyklischen Tiefs durchlaufen. Dass aber auch Schwergewichte von einem Tag auf den anderen heftig durchgeschüttelt werden können, wie man es sonst nur von kleinen Nebenwerten kennt, zeigt die Aktie des US-Pharmariesen Bristol-Myers Squibb (BMS). Auf einmal 20 Mrd. USD weniger wert Was war passiert? Das Unternehmen forscht am Wirkstoff Opdivo zur Behandlung von Lungenkrebs. Ärzte und Wissenschaftler setzen große Hoffnungen in die Krebsimmuntherapie, die bessere Ergebnisse als die Standardtherapie erbringen soll. Am Freitag musste BMS jedoch einen Rückschlag vermelden. Eine große Stu...     » Weiterlesen


 

Bankenkrise: Wie groß ist die Ansteckungsgefahr aus Italien? (Stefan Böhm)

19 Jul

Stefan Böhm

Die Meldungen lassen nichts Gutes erahnen. In Italien stehen die Banken auf der Kippe – wieder einmal. Die Probleme im italienischen Bankensektor sind nicht neu, allerdings hat sich die Lage wegen des langjährigen schwachen Wirtschaftswachstums und falscher politischer Weichenstellungen nun erheblich zugespitzt. Ende 2015 waren nach Informationen der italienischen Notenbank 18,1 Prozent der ausstehenden Kredite in Verzug – das ist die höchste Quote in der EU, höher auch als im ehemaligen Krisenstaat Irland. Seitdem gab es jedoch keine Besserung. Im Gegenteil. Wegschauen und tricksen Das Problem jedoch ist eine Katastrophe mit Ansage. Anstatt Reformen und Maßnahmen zur Stabilisierung zu ergreifen, wurden gesunde italienische Banken dazu gezwungen, kleinere, marode Banke...     » Weiterlesen


23.06.24

778. Am Freitag hatten wir den Juni-Verfall, die Verfallstage sind stets die dritten Freitage im Monat und zum Quartalsende geht es da besonders zur Sache, man spricht von einem dreifachen Verfall mit mehr Produkten als sonst, die auslaufen. Und so sahen wir in Wien 778 Mio. Euro Handelsvolumen, dies war der grösste Wert heuer bisher, in Deutschland waren es sogar 20x soviel, mehr als 15 Mrd. an diesem einem Tag. Auch wenn die Terminbörsen selbst nicht mehr so wichtig sind wie früher und auch Wien gar keine eigene Terminbörse (früher: die mächtige ÖTOB) mehr hat, so werden doch an Verfallstagen immer wieder Indizes leicht adjustiert und das bringt Volumen. Und Volumen erzeugt mehr Volumen. Man sucht sich logischerweise solche Tage für Umstellungen aus, da es da mehr Handelsvolumen gibt und so die Umstellungseffekte leichter zu verkraften sind im Orderbuch. Solche Tagen tun dem Markt gut, die Wiener Börse verdient natürlich an den Umsätzen mit. Wie schön wäre es, wenn die Werte dieser Tage einfach normal wären. Aber da fehlt uns viel, weil Österreich einfach ETF-ferne Listings hat leider. Ich erinnere: ATX 30 Sparplan bitte.