16.06.24

Wenig VAR. Bitte, wie leiwand ist bisher diese Euro? Viele Tore, lässige Szenen (zb das 1:0 von Albanien gegen Italien nach Einwurf-Fehler), wenige Fouls, kaum Karten und vor allem: Ganz wenig VAR bisher. Während man bei jedem Spiel der Österreichischen Bundesliga davon ausgehen kann, dass mindestens 10 Minuten mit überforderten Video-Schauern verplempert werden, gab es hier bislang Ruhe vor dem digitalen Fussball-Feind. Wunderbar. Vielleicht hängt das auch mit den Skills der Akteure zusammen, dass man einfach weniger oft so blöd rumsteht, dass der VAR schon wieder ranmuss. Keine Ahnung, empirische Werte wird es hierzu nicht geben. Jedenfalls macht die Euro aus den geannten Gründen wirklich viel Freude, die Favoriten haben sich bisher durchgesetzt, es gibt viele Tore, aber nach den ersten 18 Trefferm (Zwischenstand, als ich das schreibe), hat es noch keinen Doppeltorschützen gegeben. Das ist ebenfalls statistisch signifikant, sag ich mal, ohne auch hier auf Daten zurückgreifen zu können. Aber wenn man schon ein paar Grossevents gesehen hat, fällt das auf. 

 

DAX mit nächstem Jahreshoch – Rohstoffe unter Druck (Gregor Kuhn)

15 Dec

Gregor Kuhn

Wie erwartet erhöht die Federal Reserve den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent. Mit Hinweisen auf die geldpolitische Marschroute im kommenden Jahr hält sich Fed-Chefin Yellen derweil, wie gewohnt, komplett im ungefähren. Bis zu drei weitere Zinserhöhungen seien möglich, deren tatsächliche Umsetzung wäre aber wie üblich von den konjunkturellen Rahmenbedingungen abhängig: nichts wirklich Neues also. Die Aktienmärkte reagieren entsprechend gelassen. Besagte moderate Zinserhöhung um moderate 25 Basispunkte waren bereits eingepreist. Umso heftiger fällt die Reaktion an den Devisenmärkten, im Besonderen beim Greenback aus. Letzterer wertet kräftig auf und sorgt damit für entsprechenden Druck auf die Rohstoffmärkte. C...     » Weiterlesen


 

DAX schnauft durch – Fed-Zinsentscheid & Hexensabbat binnen Wochenfrist (Gregor Kuhn)

12 Dec

Gregor Kuhn

In den zurückliegenden fünf Handelstagen hatte der heimische Leitindex rund 800 Punkte Aufschlag verbuchen können. Wer will es Investoren verdenken, angesichts dieser fulminanten Aufwärtsbewegung erste Gewinne mitzunehmen. Eine Phase der Konsolidierung kommt vor diesem Hintergrund also nicht überraschend, zumal am Mittwoch und Freitag mit dem Fed-Zinsentscheid sowie dem großen Verfallstag gleich zwei weitere Top-Events mit beträchtlichem Impulspotential ins Haus stehen. Zur Stunde notiert der Dax bei 11.172 Punkten 0,3 Prozent schwächer. Mehr tut sich da an den Rohstoffmärkten und in diesem Kontext insbesondere beim Rohöl. So haben sich am Wochenende auch erdölproduzierende Staaten außerhalb der OPEC der geplanten Drosselung der Förd...     » Weiterlesen


 

DAX mit imposantem Wochenplus – 800 Punkten auf der Habenseite (Gregor Kuhn)

09 Dec

Gregor Kuhn

Rund 800 Punkte Aufschlag kann der deutsche Aktienindex innerhalb von fünf Handelstagen verbuchen. So lag das Tagestief am vergangenen Freitag noch bei 10.403 Zählern. Als fulminanter Impulsgeber fungiert dabei die Europäische Zentralbank. Bereits im Vorfeld der mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung spekulierten Marktteilnehmer auf die Spendierlaune Mario Draghis, seines Zeichens oberster Währungshüter der Eurozone. Und Supermario enttäuschte die Investoren nicht – ganz im Gegenteil. Der Italiener verkündete am gestrigen Tag die Verlängerung des milliardenschweren Anleihekaufprogramms um neun Monate bis zum Dezember 2017. Zwar wird das monatliche Volumen ab April von 80 Mrd. auf 60 Mrd. reduziert, summa summarum legt der EZB-Chef jedoch über die tempor&a...     » Weiterlesen


 

DAX bricht nach oben aus – Anleger spekulieren auf Draghi-Bescherung (Gregor Kuhn)

07 Dec

Gregor Kuhn

Seit Anfang August rangierte der deutsche Leitindex in einer nicht enden wollenden Seitwärtsschleife zwischen 10.200 und 10.800 Punkten. Bis dato wurde jeder Ausbruchsversuch von der massiven Widerstandsregion an besagter Oberseite abgewehrt. Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der Europäischen Zentralbank setzt der Dax nun zum Sprung an und pulverisiert förmlich die obere Begrenzung das bis dato dominierenden Seitwärtskanals. Zur Stunde notiert der Dax bei 10.973 Punkten knapp 200 Punkte fester. Aufhol- respektive Aufwärtspotential gäbe es für den deutschen Aktienmarkt jedenfalls reichlich . Seit der Trump-Wahl befinden sich die US-Indizes im Hausse-Modus und jagen von einem Rekordhoch zum nächsten. Der Dax orientiert sich dagegen in engen Bah...     » Weiterlesen


 

DAX in der Defensive – Italienisches Verfassungs-Referendum ante portas (Gregor Kuhn)

02 Dec

Gregor Kuhn

Damit knüpft auch der Dax nahtlos an die schwache Tendenz des Vortages an. Sein bisheriges Tagestief markiert das heimische Börsenbarometer nur knapp oberhalb von 10.400 Punkten. Sorgen bereitet die italienische Volksabstimmung vor allem deswegen, weil Premier Renzi seinen Amtsverbleib mit einem Votum für die betreffende Verfassungsreform verbunden hat. Sollte es also gegen ihn laufen, könnten bereits im Frühjahr etwaige Neuwahlen im Stiefelstaat anstehen. Letztere dürften dann wiederum zu einer Nagelprobe für die weitere Mitgliedschaft in der Europäischen Währungsunion werden. Vor diesem Hintergrund kommt dem am Wochenende anstehenden Plebiszit der Italiener also enorme Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund tritt sogar ein Impuls-Schwergewicht wie der mona...     » Weiterlesen


16.06.24

Ich brüte gerade über grossen Sachen, ev. den grössten Sachen in meinem Berufsleben, ganz sicher geht es um die grössten Sachen in meiner Selbstständigkeit, die ja nun doch auch schon 12 Jahre andauert. Es kann in alle möglichen Richtungen zu extremen Entscheidungen führen. Und da erinnere ich mich immer wieder an eine gute alte "Regel" aus meiner Angestelltenzeit, als ich gerade Geschäftsführer wurde. Ich nenne jetzt nicht den Namen des Konzernd, aber ein Ex-Eigentümer meinte, eine vermeintliche Super-Idee müsse jeweils zwei Proben standhalten. Hat man die Idee nüchtern entwickelt, muss man sie auch noch einmal im Einfluss des Alkoholkonsums erörtern. Und umgekehrt. Das Ganze ist natürlich heutzutage vielleicht nicht mehr ganz politisch korrekt, aber pfeif drauf. Ich finde es gut, denn die nüchterne und nicht ganz so nüchterne Euphorie haben schon was. Und wenn wir uns an liebgewonnene Serien wie "Dallas" oder "Mad Men" erinnern, ging da ja gar keine Besprechung ohne Liquidität. Wie auch immer: Kein Plädoyer zum Saufen, aber ein bissl entspannter könnten wir alle mal wieder sein. Und ich bleibe dabei: Das mit dem "so und so" abstecken einer Idee ist einfach grossartig, wenngleich für mich auch das Laufen (alleine) da eine immer gewichtigere Rolle spielt im "Trau ich mich das?"-Prozess.