28.02.24

Rapid noch geschickter als die ÖVP.  Die besungenen "oaschwoamen Veilchen" sind der bisher am schwersten zu schreibende Tagebuch-Eintrag. Shitstorm Gefahr. Aber ja, man muss lachen. Nämlich über die Rapidler, die einfach so daneben sind, in der heutigen Zeit mit stets tausenden Smartphones rundherum unbedingt den Fans gefallen zu wollen. Ein Fettnäpfchen Marke Champions League, national in einer anderen Sportart nur von der ÖVP überboten. Und Spieler als Manager? Ein Problem, denn sie sind selbst grössere Fans als externe Manager und eher Werbeträger als operative Checker. Sie kennen die Szene in ihrer Tiefe mit doppelter Bedeutung des Wortes Tiefe. Da ist bald mal was schwul, ohne damit Homosexualität verunglimpfen zu wollen. Die Tagespresse hat es so ausgedrückt: "Mit den fußballerischen Leistungen reicht es für Rapid Wien derzeit nur für Rang 6 in der Bundesliga. Doch nun haben die Grün-Weißen ihr wahres Talent entdeckt: Homophobie. Saudi-Arabien schlägt sofort zu und kauft den Kader geschlossen auf." Also wer den Schaden hat, hat den Spott. "Schwul"ist blöderweise für alles mögliche umgangssprachlich eingedeutscht, kann man nur verbieten, wegkriegen tut man das sonst nicht. Das englische Fuck, das längst nicht mehr Ficken heisst, ist da sympathischer aufgestellt und kommt bei manchen in jedem Satz vor. Auch bei uns. Klar ist: Homophobie geht nicht und ich glaube auch nicht, dass das die patscherten Akteure sind. Es ist eher ein Bildungsthema.

 

 
 

Gedanken zur Wahl, Erfolge von Schelling (Wilhelm Rasinger)

In Kürze werden wir voneinemwiderlichenundungustiösen Wahlkampf erlöst sein. Das Thema Wirtschaftsstandort und Kapitalmarkt wurde,wenn überhaupt,nur am Rande und dann auch nur sehr oberflächlich behandelt. Ab 16.Oktober werden die Koalitionsvarianten diskutiert und Namen für die Besetzung der Ministerposten gehandelt. Alle Parteien haben sich dazu bekannt, dass die Lohnnebenkosten zu hoch sind und eine Reduktion dringend ansteht. Über das Wie gibt es beachtliche Meinungsunterschiede. Weil es unsicher ist, ob Finanzminister Hansjörg Schelling wieder im Regierungsteam sein wird, sollen drei für den Börseplatz Wien wichtige Erfolge seiner Amtszeit hervorgehoben werden: erstens die Abschaffung der Kapitalverkehrssteuer, zweitens die Lösung des Hypo Alpe ...     » Weiterlesen


 

Wahl 17 in Österreich – Gefahr einer KESt-Erhöhung (Wilhelm Rasinger)

Fast alle Parteien und wahlwerbenden Gruppen versprechen Steuersenkungen. Ein Ziel sind die hohen Lohnnebenkosten, aber auch die Lohnsteuer Einkommensteuer und Körperschaftsteuer. Wie diese Milliarden finanziert werden sollen, ist mehr oder weniger nebulos. Einerseits soll die Gegenfinanzierung durch ein erhöhtes Wirtschaftswachstum erfolgen, anderseits soll endlich eine Verwaltungsreform den finanziellen Spielraum bringen. Zweifel sind angebracht. Immer wieder wird auch die Senkung der Körperschaftsteuer von 25 auf 20 Prozent und weniger in die Diskussion eingebracht. Klingt zwar gut, aber wie internationale Beispiele zeigen, wird dies eine Erhöhung der Kapitalertragsteuer nach sich ziehen. Derzeit verbleiben dem privaten Aktionär von einem Gewinn vor Steuern von 100 unter Ber&u...     » Weiterlesen


 

Mehr Startups für Wien (Wilhelm Rasinger)

Über das boomende Silicon-Valley, eine Gegend mit hoher Arbeits- und Wohnqualität südlich von San Francisco, gibt es motivierende und spannende Berichte. Junge Menschen, vorwiegend in der Altersklasse zwischen 20 bis 35 Jahren, gründen bzw. beteiligen sich an jungen Unternehmen - sehr oft mit einer unkonventionellen Idee, aber stets die modernen Social Medias nutzend. Es wird um Venture-Kapital geworben, dass risikobereite private wie institutionelle Investoren nach einer herausfordernden Prüfung und kritischer Begleitung zur Verfügung stellen. Scheitern ist keine Schande, sondern immer wieder eine wichtige Erfahrung beim nächsten Versuch. Die jungen Menschen arbeiten kreativ und intensiv mit hohem Engagement und hoffen auf einen Durchbruch. Bürokratie und lähm...     » Weiterlesen


 

Superschlaue à la Ackermann oder Julius Meinl  (Wilhelm Rasinger)

Heile Welt Im Herbst wird in Deutschland und Österreich gewählt. Die Frage ist, ob die jeweiligen Regierungsparteien davon profitieren werden, dass das von vielen herbeigesehnte Wirtschaftswachstum endlich eingetreten ist und die aktuellen Sommerthemen Trump, Diesel und Erdogan keine Aufreger mehr sind. Hierzulande werden viele neue und bekannte Gesichter präsentiert, die mit sympathischen Aussagen gezielt Wählergruppen ansprechen sollen. Ob dies allein ausreichen wird, dass damit auch mehr Gesetzeskompetenz ins Parlament einzieht, muss sich erst weisen. Das ist andererseits auch die Chance der Sozialpartner mit den Säulen Pflichtmitgliedschaft, allen voran Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer. Denn diese sind zwar unbestritten Kompetenzzentren, die aber leider oft primär p...     » Weiterlesen


 

Vertrauensverlust für (teure) Unternehmensbewerter  (Wilhelm Rasinger)

Die Theorie hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Fachgebiet Unternehmensbewertung beschäftigt und zu vielen Fragenkomplexen Antworten entwickelt. Auch die Zahl der Aufträge hat sich dynamisch nach oben entwickelt, weil Impairment-Tests - das ist die Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten (Good Will) - de facto eine periodische Unternehmensbewertung erfordern und auch bei Käufen und Verkäufen von Unternehmen bzw. Unternehmensteile Bewertungsgutachten für die Preisfindung wichtig sind. In der Regel werden von den Spezialisten, zumeist Wirtschaftsprüfer, Konvolute mit 50, 100, 200 Seiten und mehr mit vielen Detailsund Beschreibungen abgeliefert. Die Honorare sind entsprechend hoch. Weitgehend hat sich die DCF (Discounted Cash Flow)-Methode durchges...     » Weiterlesen


29.02.24

Heute ist der 29.2. und Februar-Ultimo. In Wien hat sich das Jahresminus heute auf -2,5 Prozent erhöht, beim DAX in Deutschland das Jahresplus auf 5,5 Prozent. Das heisst tatsächlich, dass wir nach nur 2 Monaten 8 Prozentpunkte Rückstand auf einen Nachbarmarkt aufgerissen haben und bei den Handelsvolumina blieb es leider auch dünn. Heute musste ich auch mehr als fünf Stunden warten, bis der Wiener Börse Party Podcast live gegangen ist. Upload war kurz vor 13 Uhr, jetzt ist er da. https://open.spotify.com/episode/2P72Vjt0QtVWVjGcc0D6YZ . Es ist verflixt, denn genau dieser Podcast heute war mir zum privaten Teilen wichtig, habe ich doch meinem Cousin zum 60er gratuliert, den er als Kind des 29.2. zum 15.Mal termingerecht feiern konnte. Er ist Musiker, vier Jahre älter als ich und war in der Kindheit erste Inspiration auf dem Weg zur Musik, die ich einfach gerne hobbymässig mache. Daher sind die letzten 3 Minuten der heutigen Podcastfolge auch zuerst einer Aufnahme von seinem Duo und dann einem Xangl von mir gewidmet. Beides sind Coverversionen. Am nächsten eigenen Song wird aber gebastelt.