Binder+Co: Die Bewertung (Daniel Koinegg)

Abschließen möchte ich meine Überlegungen zur Binder+Co AG nun mit einem ganz groben Bewertungsversuch. Es sei vorausgeschickt, dass ich keine tiefere Kompetenz in dieser Branche habe und von daher kaum nützliche Schätzungen abgeben kann, was die Zukunft für Binder+Co bringen wird. Somit muss ich mich mit dem Zusammentragen von einfachen Indizien begnügen, die mir einen groben Anhaltspunkt liefern. Beginnen könnte man mit einem Kennzahlenvergleich mit einem Unternehmen, das ebenfalls im Anlagen- und Maschinenbau tätig ist, nämlich der Andritz AG. Natürlich sind diese beiden Unternehmen einerseits nur eingeschränkt vergleichbar und ist die Andritz andererseits noch immer eine Art Liebling im österreichischen Markt. Insofern ist das wahrsc...     » Weiterlesen


 

Binder+Co: Mindestliquidationserlös (Daniel Koinegg)

Der Mindestliquidationserlös stellt für mich bei einem Unternehmen mit einem grundsätzlich funktionierenden und profitablen Geschäftsmodell die momentane Begrenzung des Downside-Potenziales dar, wenn ich mir Gedanken über Chance- Risiko-Verhältnisse in verschiedenen Szenarien mache. In diesem Artikel habe ich folgende erste Annäherung zur Schätzung eines Mindestliquidationserlöses erstellt: (in TEUR) berichtet Anpassung bereinigt Aktivierte Entwicklungskosten 6084,00 -6084,00 0,00 Gewerbliche Schutzrechte 1871,00 -1871,00 0,00 Firmenwert 746,00 -746,00 0,00 Grundstücke 6896,00 3100,00 9996,00 Gebäude 25200,00 0,00 25200,00 Technische Anlagen und Maschinen 3247,00 -1623,50 1623,50 Andere Anlagen, Betriebs-...     » Weiterlesen


 

Binder+Co: Bear Case (Daniel Koinegg)

Ähnlich wie bei der Schoeller Bleckmann oder zur Do&Co AG gestalte ich auch bei der Binder+Co AG einen „Bear Case“. Diese Übung hat den Sinn, dass man sich möglichst viele Dinge vor Augen führt, die dem Geschäft des Unternehmens schaden und einen gänzlichen oder zumindest einen teilweisen dauerhaften Kapitalverlust herbeiführen können. Ein offensichtliches Problem wäre die Veränderung grundlegender Nachfrage- und Verbrauchsmuster bei wichtigen Branchen, die Binder beliefert. Eine elementare Änderung beispielsweise im Kohlebergbau (z.B. durch die fortschreitende Energiewende) hätte unmittelbare negative Effekte auf Binder. Wesentliche Änderungen bei der Tierfütterung oder in der Düngemittelindustrie hä...     » Weiterlesen


 

Binder+Co: Management und Sonstiges (Daniel Koinegg)

Der nächste Schritt besteht darin, sich einen Überblick über verschiedene sonstige „weiche“ Faktoren zu verschaffen, die bei der Beurteilung eines Unternehmens durch einen Value Investor eine Rolle spielen. Ich persönlich arbeite hierbei eine erweiterte Checkliste ab, deren Items ich mir in den letzten Jahren aus der Literatur und aus Erfahrung zusammengebastelt habe. In dieser Kategorie „Sonstiges“ schreibe ich mir meistens überhaupt alle Dinge heraus, die mir bei der Lektüre der Unternehmensunterlagen erheblich vorkommen. Das Ergebnis dieses Rechercheteiles bildet den Inhalt dieses Artikels: Zunächst soll eine Tatsache lobend herausgestrichen werden: Im Wiener Segment „mid market“ in seiner Ausprägung „Dritter Markt&ldquo...     » Weiterlesen


 

Binder+Co: Bereinigtes Ergebnis 2014 (Daniel Koinegg)

In einem nächsten Schritt versuche ich, auf Basis des 2014er Ergebnisses eine Art nachhaltiges Ergebnis zu ermitteln, das als Ausgangspunkt für eine mögliche Bewertung der Binder+Co AG dienen soll. Zu diesem Zweck habe ich den letzten Geschäftsbericht durchgesehen und nach möglichen Einmaleffekten sowie nach Bereinigungs- und Normalisierungsbedarf gesucht. Dabei habe ich folgende Dinge gefunden: Die saldierten Fremdwährungsgewinne und –verluste haben im Jahr 2014 zu einem positiven Ergebnisbeitrag von rund 240 TEUR geführt. Diesen Betrag korrigiere ich, da man nicht davon ausgehen kann, jedes Jahr Fremdwährungsgewinne erzielen zu können. Unter dem Strich halte ich es für konservativer, einfach von einem neutralen Währungsergebnis auszugehen. I...     » Weiterlesen