23.06.24

Da bei dieser Fussball-Euro die besten vier Gruppen-Dritten weiterkommen und Österreich da unter den Kandidaten ist, darf natürlich gerechnet werden. Und das ist deswegen spannend, da ja nicht alles gleichzeitig passiert. Und heute hat Ungarn mal einen dritten Rang in der Gruppe mit Deutschland, der Schweiz und Schottland dank eines Last Minute Tores fixiert. Es ist gut für Österreich, dass nicht die Schotten gewonnen haben, aber ein Unentschieden wäre noch besser gewesen, dann wären die drei Punkte Österreichs sowieso nicht einholbar dagestanden. Um vor den Ungarn zu bleiben, dürfen die Österreicher nun sogar mit 3 Toren Unterschied gegen die Niederlande verlieren (was natürlich gegen potenziell in einen Lauf kommende Holländer immer einzukalkulieren ist). Ich glaube aber gelesen zu haben, dass irgendeine KI die Aufstiegswahrscheinlichkeit für Österreich mit 98 Prozent beziffert hat, vor allem, weil uns die Polen wegen des direkten Duells nicht mehr überholen können. Ich glaube, schon am Dienstag können wir das fix bejubeln, das mit dem Aufstieg in die Last 16.

 

Europäische Aktien: Lohnt sich ein Einstieg noch? (Franz Gschiegl)

Seit Anfang des Jahres beobachten wir, dass europäische Aktien besser laufen als amerikanische Titel und das – währungsmäßig betrachtet – sowohl auf lokaler als auch auf Euro-Basis. Nicht einmal ein Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro von 8% konnte daran etwas ändern. Woher kommt dieser Optimismus für Europa? Schließlich entwickelt sich die US-Wirtschaft deutlicher besser als der Euro-Raum. Ebenso verhält es sich mit US-Unternehmen, die Gewinnanstiege vorweisen, während die Gewinne in Europa zuletzt tendenziell eher gefallen sind. Dazu kommen die Unsicherheiten in Griechenland und in der Ukraine. Börsen spiegeln die Zukunft wider Börsen spiegeln selten die Gegenwart, sondern die Zukunft wider. Versuchen wir zu verstehen, was ...     » Weiterlesen


 

Dividendenrendite schlägt Bondrendite (Franz Gschiegl)

Die Aktienentwicklung in Emerging Europe – das sind Polen, Tschechen, Ungarn, Russland, Türkei und, neuerdings wieder, Griechenland – war in den vergangenen Jahren nicht berauschend. Seit Mitte 2011 tendierte der MSCI Emerging Europe, der wichtigste Index für die Region, seitwärts, Ende 2014 gab es noch eine Korrektur im Zuge der aktuellen politischen Krisen. Neben (geo-)politischen Faktoren trugen die Abschwächung der Wirtschaftsdynamik und mangelnder Reformwille zum lahmen Kursverlauf bei. Während die Kursentwicklung zu wünschen übrig lässt, sind die zentraleuropäischen und der russische Aktienmarkt allerdings zu Dividendenkaisern aufgestiegen. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Dividendenrenditen von bescheidenen 2% oder weniger auf 3%...     » Weiterlesen


 

Was wurde eigentlich aus der „Öl-mal-20“-Regel? (Franz Gschiegl)

Der Öl- und Gassektor ist bekanntermaßen das Rückgrat der russischen Wirtschaft. Er trägt rund ein Viertel zum russischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Auf ihn entfallen fast zwei Drittel der Exporte. Öl - und Gasunternehmen repräsentieren nahezu 60% der Marktkapitalisierung der Moskauer Aktienbörse . Es liegt daher auf der Hand, die Performance und Bewertung des russischen Aktienmarktes relativ zum Niveau und Verlauf des Ölpreises zu sehen. Als Daumenregel galt lange Zeit die „Öl-mal-20“-Regel, der zufolge die faire Bewertung des RTS (russischer Aktienindex, Anm.), des russischen Aktienindex, beim Zwanzigfachen des Preises für Rohöl (gemessen am US Dollar-Preis von Brent per Barrel) liegt. Vor allem Aktienstrategen – seit j...     » Weiterlesen


 

Die Auswirkungen der EZB-Politik (Franz Gschiegl)

Nachdem in der Eurozone die Senkung der Leitzinsen auf quasi Null Prozent nicht ausgereicht hat um die Inflationserwartungen auf dem langfristigen Ziel von knapp unter 2 Prozent zu halten, hat sich im Jänner der Rat der Europäischen Zentralbank dazu entschlossen, die Zentralbankgeldmenge so lange auszuweiten bis die Erreichung des Inflationszieles absehbar ist. Die möglichen Auswirkungen auf den Finanzmarkt und die Volkswirtschaften sind vielfältig. 1) Die zu niedrigen Inflationserwartungen steigen an. Dadurch fallen die realen Zinsen, also die (nominellen) Zinsen minus Inflation. 2) Die Währung (also der Euro) schwächt sich gegenüber den anderen Währungen ab. 3) Es entsteht ein sogenannter Vermögenseffekt. Mit der geschaffenen Zentralbankgeldmenge kauft d...     » Weiterlesen


 

Investoren kehren langsam wieder an die CEE Börsen zurück, das sind unsere Favorit...

Die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa (CEE ohne Russland) wird 2015 etwa 2,5-3,5% (Quelle: Bloomberg) wachsen und damit mindestens doppelt so stark als in der Eurozone (ca. 1,3% Quelle wko). Negative Wachstumseffekte durch den Ukraine-Konflikt würden durch die positiven Effekte niedriger Öl- und Gaspreise ausgeglichen. Die Konjunkturerholung, getrieben durch Aufholeffekte, Restrukturierungen und Privatisierungen, werde anhalten. Auch die jüngsten Daten aus der Eurozone geben Anlass zur Hoffnung, dass das Wachstum bei den Nachbarländern in Osteuropa an Fahrt gewinnt. Zinssenkungserwartungen positiv für Ostbörsen Die global niedrigen Zinsen und die niedrige Inflationserwartung zwingen die CEE Notenbanken die Zinsen zu reduzieren. Von diesen Zinserwartungen werden die B&o...     » Weiterlesen


23.06.24

778. Am Freitag hatten wir den Juni-Verfall, die Verfallstage sind stets die dritten Freitage im Monat und zum Quartalsende geht es da besonders zur Sache, man spricht von einem dreifachen Verfall mit mehr Produkten als sonst, die auslaufen. Und so sahen wir in Wien 778 Mio. Euro Handelsvolumen, dies war der grösste Wert heuer bisher, in Deutschland waren es sogar 20x soviel, mehr als 15 Mrd. an diesem einem Tag. Auch wenn die Terminbörsen selbst nicht mehr so wichtig sind wie früher und auch Wien gar keine eigene Terminbörse (früher: die mächtige ÖTOB) mehr hat, so werden doch an Verfallstagen immer wieder Indizes leicht adjustiert und das bringt Volumen. Und Volumen erzeugt mehr Volumen. Man sucht sich logischerweise solche Tage für Umstellungen aus, da es da mehr Handelsvolumen gibt und so die Umstellungseffekte leichter zu verkraften sind im Orderbuch. Solche Tagen tun dem Markt gut, die Wiener Börse verdient natürlich an den Umsätzen mit. Wie schön wäre es, wenn die Werte dieser Tage einfach normal wären. Aber da fehlt uns viel, weil Österreich einfach ETF-ferne Listings hat leider. Ich erinnere: ATX 30 Sparplan bitte.