28.02.24

Rapid noch geschickter als die ÖVP.  Die besungenen "oaschwoamen Veilchen" sind der bisher am schwersten zu schreibende Tagebuch-Eintrag. Shitstorm Gefahr. Aber ja, man muss lachen. Nämlich über die Rapidler, die einfach so daneben sind, in der heutigen Zeit mit stets tausenden Smartphones rundherum unbedingt den Fans gefallen zu wollen. Ein Fettnäpfchen Marke Champions League, national in einer anderen Sportart nur von der ÖVP überboten. Und Spieler als Manager? Ein Problem, denn sie sind selbst grössere Fans als externe Manager und eher Werbeträger als operative Checker. Sie kennen die Szene in ihrer Tiefe mit doppelter Bedeutung des Wortes Tiefe. Da ist bald mal was schwul, ohne damit Homosexualität verunglimpfen zu wollen. Die Tagespresse hat es so ausgedrückt: "Mit den fußballerischen Leistungen reicht es für Rapid Wien derzeit nur für Rang 6 in der Bundesliga. Doch nun haben die Grün-Weißen ihr wahres Talent entdeckt: Homophobie. Saudi-Arabien schlägt sofort zu und kauft den Kader geschlossen auf." Also wer den Schaden hat, hat den Spott. "Schwul"ist blöderweise für alles mögliche umgangssprachlich eingedeutscht, kann man nur verbieten, wegkriegen tut man das sonst nicht. Das englische Fuck, das längst nicht mehr Ficken heisst, ist da sympathischer aufgestellt und kommt bei manchen in jedem Satz vor. Auch bei uns. Klar ist: Homophobie geht nicht und glaube auch nicht, dass das die patscherten Akteure sind. Es ist eher ein Bildungsthema.

 

 
 

Europäische Aktien: Lohnt sich ein Einstieg noch? (Franz Gschiegl)

Seit Anfang des Jahres beobachten wir, dass europäische Aktien besser laufen als amerikanische Titel und das – währungsmäßig betrachtet – sowohl auf lokaler als auch auf Euro-Basis. Nicht einmal ein Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro von 8% konnte daran etwas ändern. Woher kommt dieser Optimismus für Europa? Schließlich entwickelt sich die US-Wirtschaft deutlicher besser als der Euro-Raum. Ebenso verhält es sich mit US-Unternehmen, die Gewinnanstiege vorweisen, während die Gewinne in Europa zuletzt tendenziell eher gefallen sind. Dazu kommen die Unsicherheiten in Griechenland und in der Ukraine. Börsen spiegeln die Zukunft wider Börsen spiegeln selten die Gegenwart, sondern die Zukunft wider. Versuchen wir zu verstehen, was ...     » Weiterlesen


 

Dividendenrendite schlägt Bondrendite (Franz Gschiegl)

Die Aktienentwicklung in Emerging Europe – das sind Polen, Tschechen, Ungarn, Russland, Türkei und, neuerdings wieder, Griechenland – war in den vergangenen Jahren nicht berauschend. Seit Mitte 2011 tendierte der MSCI Emerging Europe, der wichtigste Index für die Region, seitwärts, Ende 2014 gab es noch eine Korrektur im Zuge der aktuellen politischen Krisen. Neben (geo-)politischen Faktoren trugen die Abschwächung der Wirtschaftsdynamik und mangelnder Reformwille zum lahmen Kursverlauf bei. Während die Kursentwicklung zu wünschen übrig lässt, sind die zentraleuropäischen und der russische Aktienmarkt allerdings zu Dividendenkaisern aufgestiegen. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Dividendenrenditen von bescheidenen 2% oder weniger auf 3%...     » Weiterlesen


 

Was wurde eigentlich aus der „Öl-mal-20“-Regel? (Franz Gschiegl)

Der Öl- und Gassektor ist bekanntermaßen das Rückgrat der russischen Wirtschaft. Er trägt rund ein Viertel zum russischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Auf ihn entfallen fast zwei Drittel der Exporte. Öl - und Gasunternehmen repräsentieren nahezu 60% der Marktkapitalisierung der Moskauer Aktienbörse . Es liegt daher auf der Hand, die Performance und Bewertung des russischen Aktienmarktes relativ zum Niveau und Verlauf des Ölpreises zu sehen. Als Daumenregel galt lange Zeit die „Öl-mal-20“-Regel, der zufolge die faire Bewertung des RTS (russischer Aktienindex, Anm.), des russischen Aktienindex, beim Zwanzigfachen des Preises für Rohöl (gemessen am US Dollar-Preis von Brent per Barrel) liegt. Vor allem Aktienstrategen – seit j...     » Weiterlesen


 

Die Auswirkungen der EZB-Politik (Franz Gschiegl)

Nachdem in der Eurozone die Senkung der Leitzinsen auf quasi Null Prozent nicht ausgereicht hat um die Inflationserwartungen auf dem langfristigen Ziel von knapp unter 2 Prozent zu halten, hat sich im Jänner der Rat der Europäischen Zentralbank dazu entschlossen, die Zentralbankgeldmenge so lange auszuweiten bis die Erreichung des Inflationszieles absehbar ist. Die möglichen Auswirkungen auf den Finanzmarkt und die Volkswirtschaften sind vielfältig. 1) Die zu niedrigen Inflationserwartungen steigen an. Dadurch fallen die realen Zinsen, also die (nominellen) Zinsen minus Inflation. 2) Die Währung (also der Euro) schwächt sich gegenüber den anderen Währungen ab. 3) Es entsteht ein sogenannter Vermögenseffekt. Mit der geschaffenen Zentralbankgeldmenge kauft d...     » Weiterlesen


 

Investoren kehren langsam wieder an die CEE Börsen zurück, das sind unsere Favorit...

Die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa (CEE ohne Russland) wird 2015 etwa 2,5-3,5% (Quelle: Bloomberg) wachsen und damit mindestens doppelt so stark als in der Eurozone (ca. 1,3% Quelle wko). Negative Wachstumseffekte durch den Ukraine-Konflikt würden durch die positiven Effekte niedriger Öl- und Gaspreise ausgeglichen. Die Konjunkturerholung, getrieben durch Aufholeffekte, Restrukturierungen und Privatisierungen, werde anhalten. Auch die jüngsten Daten aus der Eurozone geben Anlass zur Hoffnung, dass das Wachstum bei den Nachbarländern in Osteuropa an Fahrt gewinnt. Zinssenkungserwartungen positiv für Ostbörsen Die global niedrigen Zinsen und die niedrige Inflationserwartung zwingen die CEE Notenbanken die Zinsen zu reduzieren. Von diesen Zinserwartungen werden die B&o...     » Weiterlesen


28.02.24

Dominik Hojas habe ich in diesem Tagebuch schon öfters erwähnt. Er ist Co-Gründer des Mediums Börsianer, mit dem er einiges bewegt hat und das er für mich nicht ganz überraschend zum Jahreswechsel verlassen hat. Nicht überraschend? Nun, Börsetratsch gibt es immer und es ist ja nichts Böses, ein Unternehmen zu verlassen, wenn man keinen Schaden hinterlässt. Und den hinterlässt er nicht. Im Gegenteil: Börsianer hat definitiv in den letzten Jahren einen Footprint am Markt hinterlassen. Ich kenne Dominik (37), seit er Anfang 20 ist. Sein Co. Michael Berl und er haben regelmässig unsere Roadshows besucht. Warum ich das heute schreibe? Weil Dominik noch eine Farewell-Tour bei CEOs gemacht hat und jetzt zum Börsepeople-Podcast angetreten ist, zu hören seit heute unter https://www.audio-cd.at/page/podcast/5420 . Die Aufnahme ist deshalb speziell, weil er auch kapitalmarktpolitisches Querdenken eingebracht hat. Gehört der Kapitalmarkt von innen erneuert? Quasi resetted? Soll die Wiener Börse ein EBIT-starkes IT-Unternehmen im internationalen Wettbewerb der Branche sein? Oder vielleicht doch eher den volkswirtschaftlichen Nutzen (ich ergänze: und Home Bias) in den Mittelpunkt stellen? Und warum haben wir Börseleute so überhaupt keine Lobby? Hörenswert.