Oracle Aktie: Schulden unter dem Mikroskop ( Finanztrends)

Die Kosten für die Absicherung von Oracle-Anleihen gegen einen Zahlungsausfall haben am Freitag Mehrjahreshochs erreicht. Das ist ein ungewöhnliches Signal für ein Unternehmen, das gleichzeitig einen Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar vorweisen kann.

Wenn Wachstum teuer wird

Hinter dem Anstieg der Credit Default Swaps steckt ein strukturelles Problem: Oracle hat sich mit über 104 Milliarden Dollar verschuldet, um Rechenzentren und Hardware für das KI-Geschäft zu finanzieren. Diese Strategie zahlt sich operativ aus — das Cloud-Segment wuchs zuletzt um 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende vierte Quartal erwartet das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 Dollar.

Trotzdem wächst die Skepsis am Markt. Steigende CDS-Spreads signalisieren, dass Investoren die Bilanz zunehmend kritisch bewerten — unabhängig davon, wie gut das operative Geschäft läuft. Hinzu kommen mehrere laufende Sammelklagen, die das Risikoprofil zusätzlich belasten.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Institutionelle Investoren uneins

Auch unter institutionellen Anlegern gibt es keine einheitliche Linie. Net Worth Advisory Group stockte seine Oracle-Position zuletzt um 428,5 Prozent auf rund 5.021 Aktien auf. Generali Investments CEE hingegen trennte sich von 7.468 Aktien.

Auf der operativen Seite setzt Oracle weiter auf Expansion: Ein neues Büro mit rund 10.800 Quadratmetern in Nashville soll die wachsende Cloud-Belegschaft aufnehmen. Zudem hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit Veritone abgeschlossen, die ihre KI-Workloads künftig auf Oracle Cloud Infrastructure betreiben wird.

Die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 28 Prozent im Minus und liegt damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob Oracle seinen gewaltigen Auftragsbestand schnell genug in freien Cashflow umwandeln kann, um den Schuldendruck zu entschärfen, wird die entscheidende Frage für die Kursentwicklung in den kommenden Quartalen sein.

Anzeige

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...



(28.03.2026)

Trading


 Latest Blogs

» Evonik Aktie: Technischer Befreiungsschlag...

» Netflix Aktie: Institutionelle Käufer grei...

» SAP Aktie: KI-Umbau fällt durch ( Finanztr...

» Realty Income Aktie: Unterschätzt vom Mark...

» Oliver Riedel: Der designierte CEO der Baa...

» Digitouch Aktie: MarTech-Wandel läuft ( Fi...

» Gladstone Investment Aktie: Strategischer ...

» D-Wave Quantum Aktie: Analysten gegen den ...

» Newron Aktie: Etappensieg für Evenamide ( ...

» Oracle Aktie: Schulden unter dem Mikroskop...


Finanztrends

Redaktion finanztrends.de

>> https://www.boerse-global.de


 Weitere Blogs von Finanztrends

» Evonik Aktie: Technischer Befreiungsschlag...

Warte — "Befreiungsschlag" steht auf der Verbotsliste. Neuer Anlauf: Evonik Aktie: Ausbruch mit...

» Netflix Aktie: Institutionelle Käufer grei...

Mehrere große Vermögensverwalter haben ihre Netflix-Positionen zuletzt drastisch aufgestockt – u...

» SAP Aktie: KI-Umbau fällt durch ( Finanztr...

Der Softwarekonzern SAP reagiert mit einer Übernahme und einem radikalen Schnitt beim Preismodel...

» Realty Income Aktie: Unterschätzt vom Mark...

Realty Income notiert derzeit rund 14 Prozent unter dem fairen Wert, den Discounted-Cashflow-Mod...

» Digitouch Aktie: MarTech-Wandel läuft ( Fi...

Digitouch S.p.A. befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Transformation. Vom klassischen Ag...