Der Softwarekonzern SAP reagiert mit einer Übernahme und einem radikalen Schnitt beim Preismodell auf die wachsende Angst vor Künstlicher Intelligenz. Während das Management die Weichen für die Zukunft stellt, ziehen Investoren reihenweise die Reißleine. Die Quittung an der Börse ist ein empfindlicher Kursrutsch, der das Papier nun auf ein neues Tief drückt.
Um die eigene technologische Basis zu stärken, plant das Walldorfer Unternehmen die Übernahme des US-Spezialisten Reltio. Dessen Technologie soll Datenquellen vereinheitlichen und damit eine kritische Voraussetzung für das Training hochwertiger KI-Modelle schaffen. Parallel dazu reagiert CEO Christian Klein auf die Sorge, dass generative KI klassische Softwarelösungen in naher Zukunft ersetzen könnte. Das Unternehmen stellt seine Gebührenstruktur um: Künftig bildet nicht mehr die reine Nutzerzahl, sondern der tatsächliche Einsatz von KI-Funktionen die Basis für die Abrechnung. Damit soll das Umsatzpotenzial pro Kunde auch bei sinkenden Mitarbeiterzahlen in automatisierten Prozessen gesichert werden.
Der Kapitalmarkt honoriert diesen strategischen Schwenk bislang nicht. Im Gegenteil stufte das Analysehaus JPMorgan die Papiere kürzlich von „Overweight“ auf „Neutral“ ab und reduzierte das Kursziel deutlich von 260 auf 175 Euro. Als Grund nannten die Experten den sektorenübergreifenden Druck auf Technologiewerte, der auch Wettbewerber wie Salesforce spürbar belastet.
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Die Nervosität der Anleger spiegelt sich unmissverständlich im Kursverlauf wider. Am Freitag rutschte die Aktie um weitere 2,27 Prozent ab und schloss exakt auf dem neuen 52-Wochen-Tief von 142,34 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust für Anteilseigner damit auf beachtliche 29,53 Prozent.
Mit dem Rücksetzer unter die wichtige charttechnische Unterstützung bei 143,32 Euro hat sich das technische Bild weiter eingetrübt. Marktbeobachter sehen bei einem nachhaltigen Bruch dieser Marke das Risiko einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung in den Bereich zwischen 129,74 und 120,00 Euro. Auf der Oberseite fungiert das Level um 160,44 Euro nun als harter Widerstand.
Operativ richtet sich der Blick auf den Abschluss der Reltio-Transaktion, der nach behördlicher Freigabe für das zweite oder dritte Quartal 2026 angesetzt ist. Bis dahin muss das nutzungsbasierte Preismodell erste messbare Erfolge in den Bilanzen liefern, um einen weiteren Ausverkauf der Aktie zu verhindern.
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