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Der Spiegel, Die Welt, Die Zeit: Die deutschen Medien entdecken die finanziell Freien (Tim Schäfer)

as Thema “Finanzielle Freiheit” erreicht die Massenmedien. Mittlerweile stimmen die deutschen Verlage zu, dass es möglich ist, finanziell frei zu werden. Mit einem fetten Depot kannst du über die Runden kommen, ohne ewig arbeiten zu müssen. Wer sich anstrengt, motiviert ist und Karriere macht, der kann es schaffen.

Bestes Beispiel ist Alexander Werle. “Die Welt” hat ihn kürzlich auf einer ganzen Printseite portraitiert. Der 30-jährige Controller, der bei BMW arbeitet, hat schon 160.000 Euro im Depot. Er spart jeden Monat 2.000 Euro in sein ETF-Depot und für ein Vermietungsobjekt. Zudem spart er 500 Euro im Monat auf ein Konto, um davon verreisen zu können. Er erhält 4.000 Euro netto im Monat. Seine Sparquote beträgt 50 Prozent. Das ist ordentlich. Werle schreibt einen Blog namens “Homemade Finance”. In 10 bis 15 Jahren will er finanziell frei sein.

Die Miete für die Wohnung in München teilt er sich mit seiner Verlobten. Werle zahlt 560 Euro warm dafür. In Summe beträgt die Miete 1.120 Euro. Es sind 61 Quadratmeter. Für Lebensmittel gibt er 250 Euro im Monat aus. Weitere 250 Euro braucht er für sein Auto (ein 11 Jahre alter Seat Ibizza) einschließlich ÖPNV-Monatskarte. Für Kleidung und Elektronik gehen zusammen 250 Euro weg. 70 Euro braucht er für Abos wie Netflix, Fitnessstudio und Bookbeat (Hörbücher) sowie Spotify (Musik). Für den Handy-Tarif und WLAN sind zusammen 50 Euro nötig. Für Freizeitaktivitäten und Versicherungen hat er jeweils 40 Euro im Monat eingeplant.

“Der Spiegel” berichtete über Alex Fischer und seine Familie, die durch Asien reisen. Die Überschrift zur Story “Mit 40 in Rente – so geht‘s“. Seine Reise dokumentiert Alex in seinem Blog. Alex, Jahrgang 1976, verdient im Internet mit einem Dividendendienst Geld nebenher.

“Die Zeit” griff das Thema so auf: “Knausern für die Rente mit 40“. Die Story des Knauserns wurde anhand von Lars Hattwig geschildert. Im Supermarkt kaufte er phasenweise die billigsten Lebensmittel. Er bat seinen Besuch, sich nicht so lange die Hände zu waschen. Er hat LED-Lampen in seiner Wohnung installiert, um weniger Strom zu verbrauchen. Der 48-Jährige Berliner pumpte bis zu 70 Prozent seines Einkommens in sein Depot. Heute sieht er es gelassener, sagt er.

Vor vier Jahren gab der Diplom-Meteorologe seinen Job auf. Zwei Jahrzehnte hatte er in dem Beruf gearbeitet. Er stieg vom Schichtdienst-Mitarbeiter zum Abteilungsleiter auf. Heute lebt der Pfennigfuchser von den Zinseinnahmen und Dividenden.

Im Original und ausführlich: Der Spiegel, Die Welt, Die Zeit: Die deutschen Medien entdecken die finanziell Freien



(28.01.2020)

Zeitungen Wirtschaft, (© Martina Draper)


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Tim Schäfer

Der Journalist Tim Schäfer pendelt seit dem Frühjahr 2006 zwischen New York und Deutschland. Wöchentlich berichtet er über die Geschehnisse an der Wall Street für Euro am Sonntag, eine der führenden deutschen Wirtschaftspublikationen. Darüber hinaus schreibt er für Magazine wie Der Aktionär oder die Börsenbriefe Prior Global und Prior Gold.

>> http://timschaefermedia.com


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