Aixtron: Der Schock dürfte anhalten (Ivan Tomasevic, Marc Schmidt)

Im Herbst 2014 war der Jubel noch ganz groß, als der kriselnde Spezialmaschinenbauer Aixtron (WKN A0WMPJ) den größten Auftrag in der Firmengeschichte verbuchen konnte. Doch die Probleme der Kunden in China werden inzwischen immer mehr zu den Problemen des TecDAX-Unternehmens. Die Reduzierung des Großauftrags sorgte nun dafür, dass der Aixtron-Aktienkurs regelrecht abstürzte.

Aixtron hatte Investoren mit Meldung schockiert, dass San’an Optoelectronics statt der bestellten 50 MOCVD-Anlagen vom Typ AIX R6 nur noch drei bereits gelieferte Anlagen abnehmen würde. Für den 2015er-Jahresumsatz rechnet Aixtron nur noch mit Erlösen von rund 190 Mio. Euro und damit einem Wert am unteren Ende der in Aussicht gestellten Spanne von 190 bis 200 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Aixtron nunmehr einen Umsatz in ähnlicher Höhe wie für 2015. Immerhin will man weiterhin in der zweiten Jahreshälfte 2015 ein EBITDA break-even erreichen.

Quelle: Guidants

Quelle: Guidants

Zwischendurch hatte Aixtron für einen kleinen Hoffnungsschimmer gesorgt und für das dritte Quartal eine überraschend gute Bruttomarge abgeliefert. Doch jetzt dürfte sich die Lage bis auf weiteres verdüstert haben. Zumal Maßnahmen wie ein Sparprogramm und sie Senkung der Abhängigkeit vom LED-Markt insgesamt Zeit brauchen.

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Bildquelle: Pressefoto Aixtron



(10.12.2015)

Aixtron Planetary Reactor (Beschichtungskammer) 15x4" Konfiguration, (© Aixtron AG (Homepage))


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Marc Schmidt

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