Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat sich gestern Dienstag mit Verlusten aus dem Handel verabschiedet. Der ATX gab 1,87 Prozent auf 5.708,73 Punkte nach. Der ATX Prime sank um 1,72 Prozent auf 2.838,55 Punkte. Die europäischen Leitbörsen dagegen gingen mehrheitlich mit Gewinnen in den Feierabend. Wienerberger standen nach Bekanntgabe einer Übernahme unter Druck. Investoren erhofften sich von der in der Nacht auf Mittwoch angesetzten Rede von US-Präsident Donald Trump Hinweise auf die künftige Zollpolitik der US-Regierung. Die gestern am Nachmittag veröffentlichten Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen bewegten die Märkte kaum. Das vom Conference Board erhobene Verbrauchervertrauen hatte sich im Februar verbessert. Gestützt wurde der Indikator vor allem durch gestiegene Erwartungen der Verbraucher. US-Notenbanker Austan Goolsbee will trotz Spielraums für Zinssenkungen im laufenden Jahr nichts überstürzen. "Ich bin optimistisch, dass es bis Ende 2026 angebracht wäre, den Leitzins um einige weitere Stufen zu senken", sagte der Chef des Notenbankbezirks Chicago.
Wienerberger gab einen Zukauf in Südeuropa bekannt. Der Baustoffkonzern baut sein Renovierungsgeschäft aus und übernimmt die Italcer-Gruppe, einen Erzeuger von Keramikprodukten mit Standorten in Italien und Spanien. Das Unternehmen stellt sich zudem auf ein weiterhin schwieriges Umfeld im Wohnungsbau ein. Die Übernahme der Italcer-Gruppe stärkt Wienerbergers Position im weniger konjunkturabhängigen Sanierungsmarkt und wirkt sich bereits im Geschäftsjahr 2026 wertsteigernd aus, merkten Analysten an. Wienerberger mussten aufgrund des zurückhaltenden Ausblicks aber starke Abschläge von 7,9 Prozent hinnehmen.
Die Indizes wurden in Wien auch von den schwergewichteten Bankenwerten hinuntergezogen. Erste Group gaben zum Handelsschluss 3,9 Prozent nach, Bawag 3,2 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) 2,3 Prozent. Auch das Schwergewicht OMV verlor 0,5 Prozent. Angeführt wurde das ATX Prime-Segment von Addiko Bank, die 3,4 Prozent gewannen. Dahinter folgten Mayr-Melnhof mit plus 2,4 Prozent. Mit plus 1,8 Prozent performten auch AT&S gut."
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