04.04.2016 11:45:  DAX: Enttäuschendes Auftaktquartal (Christian Henke)

Grund, um das Big Picture charttechnisch ein wenig näher zu betrachten. Zuletzt hat die psychologisch wichtige Marke bei 10.000 Punkten eine wichtige Rolle gespielt. Seit Ende Januar notiert der deutsche Leitindex darunter. Versuche, die genannte Chartmarke zurückzuerobern, waren zuletzt gescheitert.

Der DAX ist schwach in das zweite Quartal gestartet. Bleibt ein beherzter Sprung über die „runde“ Zahl auch aus, könnte eine weitere psychologische Preisregion recht schnell an Bedeutung gewinnen. Es handelt es sich um den Bereich bei 9.000 Zählern. Hier liegen im Langfristchart auf Monatsbasis zum einen die Unterseite der wieder aktuellen Schiebezone und zum anderen der seit März 2009 intakte Aufwärtstrend.

Bei einem Monatsschlusskurs darunter würde sich die technische Verfassung des DAX spürbar verschlechtern. In diesem ungünstigen Szenario könnten dann die historischen Höchststände aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.132/8.150 Punkten angelaufen werden. Diese Hochs stellten damals die obere Begrenzung eines aufsteigenden Dreiecks dar. Mit dem signifikanten Bruch der genannten Chartmarke nach oben Ende Mai 2013 wurde ein Kursfeuerwerk ausgelöst, welches im April 2015 den Rekordstand von rund 12.400 Zählern zur Folge hatte.

Ein Sprung über die 10.000-Punkte-Marke wäre für die weitere Entwicklung wichtig. Allerdings sollte dann auch noch die obere Trendlinie des mittelfristigen Abwärtstrendkanals bei momentan 10.430 Punkten überwunden werden. Erst dann könnte es weiter aufwärts in Richtung der ehemaligen und aus dem Jahr 2011 stammenden Aufwärtstrendlinie bei aktuell 10.840 Zählern gehen.

Im Original hier erschienen: DAX: Enttäuschendes Auftaktquartal


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DAX, Deutsche Börse, Index http://www.shutterstock.com/pic-155921465/stock-photo-dax-frankfurt-stock-exchange-share-index-on-gold-coin-stacks-isolated-on-white.html, (© www.shutterstock.com)


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Christian Henke

Senior Market Analyst - IG Germany/Austria

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