Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat sich gestern Mittwoch nach einem Stimmungsumschwung am Nachmittag mit klaren Zuwächsen aus dem Handel verabschiedet. Der ATX schloss mit plus 0,73 Prozent auf 5.410,16 Punkte, nachdem der heimische Leitindex zuvor drei Verlusttage in Folge absolviert hatte. Im Fokus stand an den internationalen Finanzmärkten zur Wochenmitte vor allem die Rede des US-Präsidenten Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Trump forderte dort sofortige Verhandlungen über den Erwerb Grönlands. Zur Durchsetzung seiner Forderung werde er aber "keine Gewalt anwenden", betonte Trump. Die Ankündigung nicht militärisch angreifen zu wollen, ließ an den Märkten die Risikoneigung der Akteure wieder anwachsen und zog damit die Aktienkurse nach oben. Zur Unterstützung trug laut Händlern auch bei, dass Trump seine jüngsten Zolldrohungen gegenüber europäischen Staaten nicht erneuerte.
Am heimischen Aktienmarkt rückten mit Zahlenvorlagen SBO und Wienerberger in den Fokus der Akteure. Die SBO-Titel reagierten mit minus 0,8 Prozent. Der niederösterreichische Ölfeldausrüster SBO hat im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Analysten bewerteten die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr als leicht unter den Erwartungen.
Wienerberger-Papiere stiegen um 4,3 Prozent. Der Baustoffkonzern machte im Geschäftsjahr 2025 etwas mehr Umsatz, der operative Gewinn fiel im Jahresvergleich allerdings. Das Zahlenwerk lag im Rahmen der Erwartungen.
Verbund-Titel stiegen 1,2 Prozent auf 61,00 Euro. Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des Stromkonzerns von 70,00 auf 65,00 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "Hold" wurde gleichzeitig bestätigt. Deutlich nach oben ging es unter den Schwergewichten in Wien auch für die Voestalpine -Aktie mit plus 3,1 Prozent. Im Technologiebereich zogen AT&S um 4,5 Prozent hoch.
Tiefrot tendierten hingegen die Versicherungswerte. Vienna Insurance fielen um 2,1 Prozent. UNIQA kamen um 1,6 Prozent zurück. Auch die schwergewichteten Banken konnten nach einem Vorzeichenwechsel überwiegend zulegen. Raiffeisen Bank International verteuerten sich um 0,4 Prozent. Erste Group legten 0,7 Prozent zu. Bawag schlossen prozentuell unverändert."
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