Siemens Energy legt nach: Nur wenige Tage nach dem Start eines Aktienrückkaufprogramms über bis zu zwei Milliarden Euro folgt die Aufnahme in den Stoxx Europe 50. Der Energietechnikkonzern wandelt sich von der Sanierungsgeschichte zur Cash-Maschine – getrieben durch Rekordaufträge aus dem KI-Boom und eine operative Wende.
Ab dem 23. März ersetzt Siemens Energy den Spirituosenhersteller Diageo im Stoxx Europe 50. Die Indexanbieterin Stoxx Ltd. reagiert mit der Fast-Entry-Regel auf die gestiegene Marktkapitalisierung von mittlerweile rund 132 Milliarden Euro. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um gut ein Viertel zu.
Parallel läuft seit dem 4. März das Aktienrückkaufprogramm. Bis Ende September kann Siemens Energy bis zu zwei Milliarden Euro oder maximal 70 Millionen Aktien zurückkaufen. Nach drei Jahren ohne Ausschüttung billigte die Hauptversammlung zudem eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 schnellten die Neuaufträge um knapp 34 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro nach oben. Der Auftragsbestand erreichte ein Allzeithoch von 146 Milliarden Euro. Gas Services lieferte das stärkste Quartal der Unternehmensgeschichte: 102 Gasturbinen wurden gebucht – mehr als die Hälfte der 194 Turbinen, die im gesamten Vorjahr verkauft wurden. Rund 40 Prozent der Aufträge kamen aus den USA.
Der Nettogewinn stieg auf 746 Millionen Euro, der Free Cashflow vor Steuern kletterte auf einen Rekordwert von 2,9 Milliarden Euro – fast eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage nach Netzinfrastruktur und großen Gasturbinen bleibt immens, angetrieben durch den Energiehunger von KI-Rechenzentren.
Siemens Energy investiert eine Milliarde US-Dollar in die Erweiterung amerikanischer Fertigungsstandorten. Geplant sind Brownfield-Erweiterungen, erhöhte Kapazitäten für Transformatoren und Gasturbinen sowie eine neue Netzkomponentenfabrik in Mississippi. Das rasante Wachstum bei Rechenzentren und industrieller Elektrifizierung macht die USA zum zentralen Wachstumsmarkt.
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Die Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt der Wermutstropfen. Nach einem Gesamtjahresverlust im Geschäftsjahr 2025 verringerte sich das operative Minus im ersten Quartal 2026 auf 46 Millionen Euro. Das Ziel, die Gewinnschwelle zu erreichen, rückt näher. Während der US-Aktivist Ananym eine Trennung von Gamesa fordert, stärken Großinvestoren wie DWS und Union Investment dem Management den Rücken.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 strebt Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent an. Die bereinigte Gewinnmarge soll auf 9 bis 11 Prozent steigen, der Nettogewinn auf 3 bis 4 Milliarden Euro. Mittelfristig hebt der Konzern sein Margenziel für 2028 auf 14 bis 16 Prozent an – deutlich über dem früheren Ziel von 10 bis 12 Prozent.
Am 12. Mai folgen die Zahlen für das zweite Quartal. Dann zeigt sich, ob die Erholung bei Gamesa trägt und die starke Nachfrage aus dem KI-getriebenen Rechenzentrumsgeschäft anhält. Mit einem Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro ist die Umsatzvisibilität für die kommenden Jahre außergewöhnlich hoch.
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