ATX-Trends: Verbund, Wienerberger, Addiko, Warimpex, Agrana ...

Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit deutlichen Verlusten geschlossen, der ATX startete sehr schwach in den September und endete mit einem Rückgang von 3,1%. Nach wie vor beherrschen die Zinsängste das Geschehen, aufgrund der rekordhohen Inflation im Euroraum steuert die EZB in der kommenden Woche mit einer voraussichtlich starken Leitzinserhöhung gegen die Preisentwicklung an, und dies könnte sich auf die Wirtschaftsentwicklung negativ auswirken, befürchten die Investoren. Positive Konjunkturnachrichten aus Österreich konnten die Aktienkurse nicht unterstützen, die österreichische Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 6,0 Prozent gewachsen. Damit lag die Wirtschaftsleistung 1,5 Prozent über jener des ersten Quartals und 3,8 Prozent über dem Vergleichsquartal des Jahres 2019, also vor der Corona-Pandemie. Am österreichischen Aktienmarkt blieb die Meldungslage auf Unternehmensebene dünn, die Kursverluste gingen quer durch die Branchen.

Die deutlichsten Abgaben gab es einmal mehr für den Verbund, der Versorger rutschte gleich um 7,9% nach unten. Verkauft wurde auch Wienerberger, für den Ziegelhersteller gab es einen Rückgang von 4,5%. Schwach waren auch die großen heimischen Banken nach den Zuwächsen der letzten Tage, für die Bawag gab es einen Abschlag von 1,0%, die Erste Group musste um 2,6% tiefer schliessen und Raiffeisen Bank International ging mit einem Rückgang von 3,5% aus dem Handel. Gegen den Trend zulegen konnte die kleinere Addiko Bank, für die es um 1,0% nach oben ging. Auch die Ölwerte mussten nachgeben, OMV musste 2,2% schwächer schliessen, Schoeller-Bleckmann verzeichnete ein Minus von 1,3%. An die Spitze der Kursübersicht konnte sich Semperit setzen, der Gummihersteller konnte dem schwachen Umfeld Paroli bieten und einen Zugewinn von 3,1% erzielen. Auch Warimpex war gut nachgefragt, für das Immobilienunternehmen ging es um 2,7% nach oben. Ebenfalls zu den Gewinnern zählten Agrana und Rosenbauer, für den Zuckerproduzenten und den Feuerwehrausrüster brachte der Handel eine Verbesserung von 1,9% beziehungsweise von 1,2%.

Unternehmensnachrichten

AT&S

Der Technologiekonzern AT&S mit Sitz im steirischen Leoben bestellt die Betriebswirtin Petra Preining mit Anfang Oktober zur neuen Finanzvorständin und erweitert den bisher vierköpfigen Vorstand ab April 2023 um die Position des Technik-Chefs. Preining kommt von der Semperit Holding AG, sie wird für fünf Jahre bestellt. Der langjährig für AT&S in China tätige Peter Griehsnig wird ebenfalls für fünf Jahre in seiner neuen Funktion tätig sein, wie gestern Donnerstag mitgeteilt wurde.



(02.09.2022)



 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Etwas fester (Depot Kom...

» Börsegeschichte 24.2.: Extremes zu RBI und...

» Nachlese: Uhrzeiten für Best of Austro-IR ...

» Verbund-Aktie zurück über 60 Euro – doch d...

» PIR-News: Wienerberger gibt Ausblick und k...

» Song mit Porr-CFO Klemens Eiter heute rele...

» Wiener Börse Party #1101: ATX verliert heu...

» Wiener Börse zu Mittag stärker: Addiko Ban...

» ATX-Trends: FACC, Agrana, Bajaj Mobility ...

» Vom Börsencrash 1987 zur ökosozialen Markt...


Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> https://www.wienerprivatbank.com


 Weitere Blogs von Mario Tunkowitsch

» ATX-Trends: FACC, Agrana, Bajaj Mobility ...

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat sich gestern Montag mit ...

» ATX-Trends: Porr, Strabag, FACC

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienleitindex ATX hat am Freitag in ei...

» ATX-Trends: Strabag, AT&S, Lenzing ...

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat gestern Donnerstag im Min...

» ATX-Trends: wienerberger, Uniqa, Frequenti...

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: " Der Wiener Aktienmarkt hat gestern Mittwoch sehr ...

» ATX-Trends: Agrana, Porr, Strabag ...

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat sich gestern Dienstag mi...