Reingehört bei Palfinger: CFO Felix Strohbichler erklärt die Auswirkungen des Russland/Ukraine-Konflikts auf Palfinger: "Zum einen haben wir unmittelbare Folgen beim Russland-Geschäft. Palfinger hatte 2021 130 Mio. Euro Umsatz in Russland, mit durchaus hohen EBIT-Margen. Dieses Geschäft ist für den Rest des Jahres deutlich unter Druck. Das ist auch ein Impact, warum wir unsere Gewinnprognose ausgesetzt haben", so der CFO. Ein zweiter Effekt sei, dass aufgrund der Russland/Ukraine-Krise die Materialkosten nochmals explodiert sind, "und zwar über ein historisches Maß hinaus, das nicht zu erwarten war", so Strohbichler. Palfinger hat langdauernde Aufträge, sodass die Preiserhöhungen nicht in der gleichen Periode kompensiert werden können. Die Firmen in Russland würden eigenständig agieren, es gibt laut Strohbichler auch keine Lieferung von Komponenten nach Russland. "In Russland wird mit lokalen Lieferanten gearbeitet. Das Bestreben ging natürlich dahin, Produkte aus Russland in andere Welt-Regionen zu verkaufen und Synergien zu nutzen, das ist im aktuellen Umfeld und aufgrund der Sanktionen nun nicht mehr möglich. Man wird daher die Wachstumserwartungen für Russland reduzieren müssen", kündigt Strohbichler an.
Auch in China rechnet er mit einer Abkühlung: "Die Erwartungen für China haben sich in den letzten Wochen deutlich reduziert. Wir hatten viele Jahre hindurch ein zweistelliges Wachstum in unseren Umsätzen und ein durchaus profitables Geschäft. Durch die Lockdowns in China und die generelle wirtschaftliche Abkühlung müssen wir mit einem Rückgang rechnen. Dieses Jahr wird schwierig werden, langfristig sehen wir nach wie vor sehr gutes Wachstumspotenzial für den chinesischen Markt", so der CFO.
Zum generellen Ausblick: "Dieses Jahr ist sicher geprägt von der Supplychain, also der Verfügbarkeit von etwa LKW Chassis etc.. Zudem werden sich die hohen Kosten, die durch die Ukraine-Krise verursacht sind, ins zweite Halbjahr hineinziehen. Wir müssen unsere Volumina zu hohen Kosten absichern, und diese Kosten werden sich nicht durch Preiserhöhungen abdecken lassen. Es wird uns heuer sicher nicht gelingen ein Rekordjahr zu erreichen, es wird aber auch kein Katastrophenjahr", so Strohbichler.
Palfinger (
Akt. Indikation: 24,65 /24,75, 2,92%)
(Der Input von boersen radio.at für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 02.05.)
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