Leicht nachgeben musste der heimische Markt mit einem Minus von 0,2%, nach weitgehend freundlichem Verlauf drehte der ATX im Späthandel wieder Richtung Süden ab. Vor allem die Angst vor einer weiteren Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omikron drückte laut Marktbeobachtern auf die Kurse, zudem belasteten am Nachmittag unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise in den USA. Der Handel verlief aber recht ruhig, da sich viele Anleger im Vorfeld der in dieser Woche noch anstehenden Notenbanksitzungen zurückhielten. Zu den Verlierern zählten gestern die Versorgerwerte, EVN büßte 1,3% ein, für den Verbund gab es ein deutliches Minus von 3,5%, hier hatte die Deutsche Bank die Bewertung des Titels neu aufgenommen und mit „Hold“ eingestuft, das Kursziel wurde mit 90,0 Euro festgelegt. Auch Zumtobel erlitt ein deutliches Minus von 4,5% und war damit der schwächste Wert des gestrigen Handels, hier hatte die Raiffeisen Research sowohl die Kaufempfehlung als auch das Kursziel von 11,0 Euro bestätigt. Die Erste Group hob die Einstufung für Do & Co von „Accumulate“ auf „Buy“ an, das Kursziel wurde von 85,2 Euro auf 100,5 Euro nach oben revidiert, der Airline-Caterer konnte sich dadurch um 1,5% nach oben bewegen.
Ein Plus von 0,6% gab es für CA Immo, mit einem signifikanten Aufschlag auf den Buchwert von Ende 2020 hat das Unternehmen ein 20.300 m² großes Bürogebäude in Wien-Meidling verkauft, dies erfolgte im Rahmen des strategiekonformen Kapitalrotationsprogramms, wie vom Management erklärt wurde. Einen gemischten Tag hatten die Banken, die Bawag musste 1,0% tiefer schliessen, für die Erste Group gab es einen Anstieg von 1,7%, die Raiffeisen Bank International konnte um 1,8% vorrücken und die Addiko Bank verzeichnete ein Minus von 0,4%. Erholt präsentierten sich die Ölwerte, die OMV konnte 0,8% zulegen, für Schoeller-Bleckmann gab es einen Anstieg von 1,0%. Stärkster Titel des gestrigen Handels war Porr, der Baukonzern konnte sich um stolze 3,0% verbessern, gesucht war auch voestalpine, für den Stahlkonzern gab es einen Anstieg von 1,6%. Erholt präsentierte sich Kapsch TrafficCom nach den jüngsten Abgaben, der Mautsystemanbieter konnte gestern um 1,4% anziehen.
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