Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit Kursverlusten den Handel beendet. Der heimische Leitindex ATX gab um 0,86 Prozent auf 2.199,91 Zähler nach. Belastet von einer schwachen Stimmung an den europäischen Leitbörsen setzte der ATX damit seinen Abwärtsschub fort. Der wichtigste Index in Wien mussten bereits seinen fünften Verlusttag in sechs Sitzungen hinnehmen.
Unter den Einzelwerten rutschten am Berichtstag AT&S um 3,2 Prozent tiefer. Die Titel des Schwergewichtes voestalpine schwächten sich um 2,5 Prozent ab. Andritz fielen um 2,1 Prozent. In ähnlichem Ausmaß gaben Erste Group und Raiffeisen Bank International um 1,6 bzw. 1,7 Prozent nach.
FACC-Papiere schlossen mit einem Abschlag von 2,5 Prozent. Die coronabedingte Krise in der Luftfahrt setzt dem oberösterreichischen Luftfahrtzulieferer schwer zu. Das Unternehmen hat das Halbjahr mit einem Umsatzeinbruch um mehr als ein Viertel und einem Verlust von 41 Mio. Euro abgeschlossen.
Auch Mayr-Melnhof hatte Zahlen vorgelegt. Zwischen Jänner und Juni ging der Nettogewinn des Kartonkonzerns gegenüber der Vorjahresperiode um acht Prozent auf knapp 85 Mio. Euro zurück. Die Verkaufserlöse blieben mit 1,27 Mrd. Euro (minus 0,7 Prozent) stabil. Die Papiere von Mayr-Melnhof gaben um 2,6 Prozent nach.
UNIQA-Anteilsscheine legten hingegen nach Ergebnispräsentation 1,4 Prozent zu. Nach den Verlusten durch die Coronakrise zu Jahresbeginn hat der Konzern im zweiten Quartal deutlich bessere Ergebnisse erzielt. Unterm Strich blieben im Halbjahr 40,5 Mio. Euro Nettogewinn, 62 Prozent weniger als ein Jahr davor.
Frequentis schlossen unverändert bei 16,30 Euro. Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben das Kursziel für die Aktien von 22,0 auf 19,0 Euro nach unten revidiert. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde hingegen bekräftigt.
Gegen den Abwärtstrend stemmten sich die Immobilienwerte Immofinanz (plus 2,7 Prozent) und CA Immo (plus 2,5 Prozent). Bei der Addiko Bank gab es einen Kursgewinn in Höhe von 3,2 Prozent zu sehen. Die Titel des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann gewannen 2,4 Prozent.
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