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ATX-Trends: Mayr-Melnhof, Zumtobel, UBM, Palfinger, OMV ...

Vor der ausstehenden Unterzeichnung des ersten US-chinesischen Handelsabkommens haben sich die Anleger an Europas Aktienmärkten mit Engagements weitgehend zurückgehalten. Die wichtigsten Börsen bewegten sich am Dienstag kaum, der EuroStoxx 50 gab um 0,1% nach, ebenso der CAC 40 in Frankreich, der Dax in Deutschland schloss nahezu unverändert und der FTSE 100 in London konnte 0,1% höher schliessen.

Heute wollen in Washington die beiden weltgrößten Volkswirtschaften ihr ausgehandeltes Phase-1-Abkommen unterschreiben. Bislang sind noch viele Details des Deals nicht bekannt, was aktuell für etwas Unsicherheit am Markt sorgt, zudem haben auch weiterhin die geopolitischen Unsicherheiten mit Blick auf den Iran und auch Nordkorea Einfluss auf die Stimmung. Unter den Einzelwerten sorgten vor allem Analystenkommentare für Aufmerksamkeit. So zählten die Aktien von Danone im EuroStoxx zu den schwächsten Werten mit minus 1,2%, nachdem die Societe Generale die Kaufempfehlung für den Titel gestrichen hatte. Der französische Ölfelddienstleister und Anlagenbauer Technip litt unter einem skeptischen Kommentar durch Bernstein und schloss 3,0% schwächer. UBS strich die Kaufempfehlung für den italienischen Reifenkonzern Pirelli und gab dem französischen Konkurrenten Michelin den Vorzug, für die Italiener ging es 3,1% nach unten, Michelin konnte sich um 0,1% verbessern. Moderate Gewinne konnte der niederländische Essenslieferdienst Tageaway.com nach den Geschäftszahlen, die weitgehend innerhalb der Erwartungen abgeliefert wurden, erringen.

In Deutschland half ein positiver Kommentar von Goldman Sachs den Sportartikelherstellern adidas und Puma zu Zugewinnen von 1,3% beziehungsweise 2,7%. Weiter im Aufwind befindet sich Wirecard , der Zahlungsabwickler konnte gestern weitere 4,7% zulegen und war wieder stärkster Titel im Dax. Südzucker musste nach den vorgelegten Quartalszahlen zunächst einmal deutlich abgeben, konnte aber die Verluste im Handelsverlauf wieder nahezu wettmachen und schloss mit einem kleinen Abschlag von 0,1%.

Leicht schwächer tendierte auch die Börse in Wien, das heimische Börsenbarometer beendete den Handel mit einem kleinen Abschlag von 0,2%. Zahlenvorlagen und neue Analysteneinschätzungen lieferten die wesentlichen Impulse für das Handelsgeschehen. In ihrem Trading Update meldete die OMV im vierten Quartal 2019 das höchste tägliche Produktionsniveau in der Geschichte des Unternehmens, die Raffineriemargen präsentierten sich jedoch rückläufig. Während die Deutsche Bank ihr Anlagevotum für die Aktien der OMV von "Buy" auf "Hold" senkte, bestätigte Berenberg seine Bewertung mit "Buy" und einem Kursziel von 60,00 Euro. Die Credit Suisse hob in einer ebenfalls am Dienstag vorgelegten Studie ihr Kursziel für die Papiere des Öl- und Gaskonzerns von 53 auf 55Euro, bestätigte aber ihre Anlageempfehlung "Underperform". In Summe bedeutete das ein Tagesminus von 1,1% für den Öltitel. Agrana konnte sowohl Umsatz als auch wesentliche Ergebniskennzahlen deutlich steigern, das Ergebnis war aber vielfach so erwartet worden und der Zuckerkonzern rutschte mit einem Minus von 3,0% an das Ende der Kurstafel. Unterschiedlich verlief der Tag für die großen Bankentitel, die Bawag musste 0,7% abgeben, auch die Erste Group erlitt ein Minus von 0,6%, die Raiffeisen hingegen konnte sich leicht um 0,3% verbessern. Stärkster Wert des gestrigen Handelstages war AT&S, der Leiterplattenproduzent konnte sich nach einer kurzen Schwächephase um eindrucksvolle 2,4% verbessern. Ebenfalls gesucht waren die Österreichische Post mit einem Aufschlag von 1,8% und Rosenbauer , für den Feuerwehrausrüster ging es um 1,7% nach oben. Des Weiteren gut nachgefragt wurde UBM - Development, für den Immobilienkonzern endete der Tag mit einer 1,5% höheren Notierung. Wenig beliebt war Schoeller-Bleckmann, für den Ölfeldausrüster ging es um 2,1% nach unten. Zumtobel konnte den Abwärtstrend vorerst einmal nicht stoppen und musste weitere 2,0% abgeben, auch Palfinger lag in der Gunst der Investoren ziemlich weit hinten und verbilligte sich um 1,6%.

An der Wall Street hat sich nach der jüngsten Rekordjagd etwas Ernüchterung breitgemacht. Die wichtigsten Aktienindizes hatten zwar am Dienstag mit Mühe Bestmarken erreicht, verloren aber schnell wieder an Schwung und drehten teilweise leicht ins Minus. Für einen Stimmungsdämpfer sorgte im Handelsverlauf die Meldung, dass die Zölle für in die USA exportierte Waren aus China trotz der für Mittwoch geplanten Unterzeichnung einer ersten Handelsvereinbarung zunächst nicht gestrichen werden sollen. Der Dow Jones schloss lediglich mit einem kleinen Plus von 0,1%, für den S&P 500 ging es 0,2% nach unten und der Nasdaq 100 verlor 0,4%. Im Übrigen stand die beginnende Berichtssaison im Mittelpunkt, JPMorgan konnte die Gewinnerwartungen übertreffen und sich um 1,2% verbessern. Auch die Citigroup überzeugte mit erfreulichen Quartalszahlen, was der Aktie ein Plus von 1,6% einbrachte. Wells Fargo indes enttäuschte beim bereinigten Quartalsergebnis je Aktie, niedrigere Zinsen und die Skandale der vergangenen Jahre hatten den Kreditriesen belastet, die Papiere zählten mit einem Minus von 5,4% zu den größten Verlierern im S&P 500. Moderate Gewinne verzeichnete Visa , der Kreditkarten-Gigant übernimmt das Finanztechnologie-Start-up Plaid, welches Software zur Verknüpfung digitaler Zahlungs-Apps anbietet.

Vorbörslich sind die Märkte in Europa heute Mittwoch zur Eröffnung etwas schwächer indiziert. Die Börsen in Asien beenden den Handelstag mit roten Vorzeichen. Unternehmensseitig erwarten wir heute keine relevanten Nachrichten. Makroökonomisch in Europa heute die Erzeugerpreise (DEU), Verbraucherpreise (FRA), Erzeuger- und Verbraucherpreise (GBR) sowie Handelsbilanz und Industrieproduktion (EUR), in den USA ebenso Erzeugerpreise, der Empire State Index sowie das Fed, Beige Book.


UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

Mayr-Melnhof Karton

Der Aufsichtsrat der Mayr-Melnhof Karton Aktiengesellschaft hat MMag. Peter Oswald (57) zum neuen Vorstandsvorsitzenden und CEO des Unternehmens für eine Funktionsperiode von fünf Jahren bestellt. Peter Oswald wird ab 01. April 2020 Mitglied des Vorstandes. Dr. Wilhelm Hörmanseder (65) seit 18 Jahren CEO der Mayr-Melnhof Karton AG wird am 01. Mai 2020 nach 30 Jahren in der MM Gruppe, 25 davon im Vorstand, an Peter Oswald übergeben.



(15.01.2020)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> https://www.wienerprivatbank.com


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