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ATX-Trends: Porr, Strabag, ams, Andritz, Addiko, Lenzing, Verbund ...

Europas wichtigste Aktienmärkte haben zum Start der neuen Woche eine freundliche Tendenz verzeichnet. Leicht positive Impulse kamen am Montag von gut aufgenommenen Konjunkturdaten aus China. So fielen die Daten zur Industrieproduktion und zum Einzelhandel im Juni besser als erwartet aus. Der EuroStoxx 50 schloss mit einem leichten Plus von 0,1%, auch die anderen großen europäischen Indices konnten in ähnlichem Ausmaß zulegen. Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Anheuser Busch nach dem vom Brauereikonzern abgesagten Börsengang seines Asien-Geschäfts im Anlegerfokus. Sie endeten 0,6% niedriger, hatten im früheren Handelsverlauf aber zeitweise mehr als 2 Prozent eingebüßt. Die Aktien von Thomas Cook setzten ihre zuletzt steile Talfahrt am Montag gebremst fort. Sie verloren 3,7%, nachdem sie am Freitag um fast 60 Prozent eingebrochen waren. Der Reiseveranstalter befindet sich derzeit in fortgeschrittenen Gesprächen mit seinem größten Anteilseigner, der chinesischen Fosun-Gruppe, über eine Kapitalspritze in Höhe von 750 Millionen britischen Pfund. Im Rahmen der Sanierung soll ein Teil der Schulden den Plänen zufolge auch in Eigenkapital gewandelt werden, was die Anteile der Aktionäre deutlich verwässern würde. Die Aktien von Galapagos erklommen im Verlauf ein Rekordhoch und schlossen mit einem Gewinn von 18,8%. Das US-Biotech-Unternehmen Gilead Sciences erhöhte seine Beteiligung an Galapagos, zudem wurde eine 10-jährige Forschungs- und Entwicklungskooperation vereinbart. In Deutschland konnte der Kunststoffkonzern Covestro dank positiver Konjunktursignale einen Zuwachs von 3,1% erzielen. Auch BMW war gesucht und setzte sich mit einem Plus von 1,3% deutlich von den Mitbewerbern ab. Carl Zeiss Meditek blickt mit deutlich mehr Optimismus als bisher in die Zukunft und konnte dadurch einen Kursaufschlag von 9,2% erzielen. Airbus erreichte dank eines positiven Kommentars von JPMorgan und negativen Schlagzeilen für den Konkurrenten Boeing ein Rekordhoch und handelte zu Börsenschluss um 1,6% höher als zum Ende der Vorwoche.

Wenig Bewegung gab es beim Handel an der heimischen Börse, zu guter Letzt schloss der ATX mit einem leichten Minus von 0,1%, nachdem der Handelsauftakt durchaus freundlich gewesen war. Danach kam es aber zu Abgaben und das Börsenbarometer pendelte den weiteren Handelsverlauf um den Vorwochenschluss, ehe es dann knapp in die Verlustzone rutschte. Bei den Einzelwerten verlor die Addiko Bank 0,2% nach dem durchaus erfolgreichen Börsendebüt des aus dem Südosteuropageschäft der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria hervorgegangenen Finanzinstituts am Freitag. Auch bei den anderen Finanztiteln gab es recht wenig Bewegung, einzig die Raiffeisen Bank konnte ein klares Plus von 1,2% erzielen, die Bawag musste leicht um 0,2% abgeben, bei der Erste Group gab es einen Abschlag von 0,3%. Negativ verlief der Tag für die Ölwerte, OMV rutschte um 0,9% ab, bei Schoeller-Bleckmann betrug der Abschlag wesentlich deutlichere 2,1%. Noch deutlicher abgeben musste Agrana , der Zuckerkonzern steht seit der Vorlage der Geschäftszahlen am vergangenen Donnerstag unter Druck und musste gestern einen Abschlag von 4,3% hinnehmen. Auch Lenzing konnte sich nicht erholen, der Faserhersteller gab nach dem deutlichen Verlust vom Freitag ausgelöst durch den negativen Kommentar durch die Berenberg Bank, weitere 1,7% ab. Ebenfalls zu den Verlierern zählte Do & Co, das Cateringunternehmen litt unter der schwächelnden türkischen Lira und musste eine Einbusse von 2,7% hinnehmen. Gefragt waren die Baukonzerne, Porr konnte sich um 2,4% verbessern und war damit stärkster Titel im prime Market, auch für Strabag verlief der Tag durchaus freundlich und endete mit einem Aufschlag von 1,2%. Zu den weiteren Gewinnern zählte Rosenbauer , für den Feuerwehrausstatter ging es 2,2% nach oben. Die Vienna Insurance zählte mit einem Plus von 1,5% ebenfalls zu den Favoriten, auch Uniqa beendete den Tag mit einem Zuwachs von 0,4%. Weiter im Aufwind befindet sich der Verbund , auch gestern gab es für den Versorger eine 1,3% höhere Schlussnotierung.

Weiter in Zurückhaltung übten sich die Investoren in den USA zu Beginn der Berichtssaison, zwar konnten die großen Indices allesamt neue Rekordstände erzielen, schlussendlich blieb aber nur ein Plus von 0,1% für den Dow Jones, der S&P 500 schloss nahezu unverändert, der Nasdaq 100 erzielte eine 0,3% höhere Schlussnotierung. Die Citigroup berichtete als erstes großes Unternehmen, das Institut hatte im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum, die Erträge und der bereinigte Gewinn je Aktie übertrafen dabei die durchschnittlichen Analystenschätzungen, allerdings waren die Einnahmen in der Handelssparte erneut kräftig gesunken und auch das klassische Investmentbanking hatte geschwächelt, in Summe bedeutete das ein leichtes Minus von 0,1% für den Titel. Broadcom hat die Übernahmepläne für Symantec ad acta gelegt, der Minimalpreis von 28 US-Dollar, den die Aktionäre des Sicherheitssoftwarehersteller bereit waren zu akzeptieren war dem Chiphersteller dann doch zu viel, Symantec stürzte 10,7% ab, Broadcom konnte 1,0% zulegen. Boeing büßte rund 1,0% ein, nach Ansicht von Mitarbeitern des US-Luftfahrtbehörde FAA und von Branchenvertretern wird es dieses Jahr wohl nicht mehr zu einem Neustart des Mittelstreckenjets 737 Max kommen. Gilead Sciences konnte auf Grund der geplanten Kooperation mit Galapagos um 2,7% anziehen.

Öl kam gestern wieder zurück, Brent schloss 0,4% schwächer, bei WTI betrug das Tagesminus 1,1%. Gold handelte in einer engen Spanne und beendete den Tag nahezu unverändert zur Eröffnung bei einem Kurs von rund 1.415 US-Dollar. Auch der Handel zwischen Euro und US-Dollar zeigte wenige Ausschläge, der Euro tendierte zu leichten Abgaben, das Währungspaar wurde am späten Abend bei einem Kurs von rund 1,126 gehandelt.

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

AMS
Der heimische Halbleiterhersteller AMS hat heute bestätigt, Gespräche mit OSRAM Licht AG über eine mögliche Transaktion geführt zu haben, da AMS im Rahmen seiner technologieorientierten Strategie laufend potenzielle Gelegenheiten zur Weiterentwicklung des Unternehmens prüft. Nach Evaluierung der jüngsten Entwicklungen sieht AMS jedoch keine ausreichende Basis dafür, die Gespräche mit OSRAM Licht AG fortzuführen. Im Bericht verzeichnet auch AMS eine sehr erfreuliche Dynamik in der operativen Geschäftsentwicklung. Die Zahlen für das 2. Quartal 2019 werden am 23. Juli veröffentlicht.

Andritz
Der heimische Maschinenproduzent Andritz hat heute bekanntgegeben, dass das Unternehmen von einem internationalen Zellstoff- und Papierproduzenten einen bedeutenden Großauftrag zur Lieferung von energieeffizienten Zellstoffproduktionstechnologien sowie Schlüsselausrüstungen erhalten hat. Der Auftragswert bewegt sich im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und wird voraussichtlich im 3. Quartal gebucht werden.



(16.07.2019)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> https://www.wienerprivatbank.com


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