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ATX-Trends: CA Immo, FACC, Flughafen Wien, Kapsch TrafficCom, Strabag ...

Weiter von deutlicher Zurückhaltung geprägt war das Börsengeschehen zum Wochenauftakt in Europa, die wichtigsten Indices beendeten den Tag allesamt mit tieferen Notierungen. Auf Grund der Sanktionen der USA gegen den chinesischen Technologiekonzern Huawei wird eine weitere Verschlechterung der Handelsbeziehung zwischen diesen beiden Ländern befürchtet. Einzig die Börse in London konnte die Abgaben einigermaßen im Rahmen halten, hier halfen vor allem die Kursgewinne der defensiven Titel wie beispielsweise Vodafone , Imperial Brands und British American Tobacco. Bei den Branchen erlitten die Technologiewerte mit einem Minus von 2,8% die deutlichsten Verluste auf Grund der Sorgen um die Verflechtungen zum Huaweikonzern. Auch die Reisebranche hatte einen schlechten Tag und musste 1,4% schwächer schliessen, hier drückte vor allem der schlechte Ausblick von Ryanair auf die Stimmung, das Billigflugunternehmen verbilligte sich um 3,9%, aber auch die anhaltenden Probleme bei Thomas Cook machten der Branche zu schaffen. Zusätzlich wurde bei easyJet die Kaufempfehlung durch das Bankhaus Oddo gestrichen, was ein Minus von 3,4% zur Folge hatte. Bei Wirecard hingegen gab es eine frische Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank , der Zahlungsabwickler war mit einem Plus von 2,7% eine erfreuliche Erscheinung. Banken litten unter einer negativen Studie und Kürzungen der Gewinnerwartungen durch die UBS und hatten allesamt unter Verlusten zu leiden. Qiagen konnte die Zulassung eines Testgerätes in den USA vermelden, das brachte dem Gendiagnostik-Spezialisten einen Tagesgewinn von 2,9%.

Die Turbulenzen um die Regierung und die Ausrufung von Neuwahlen während des Wochenendes berührten den Markt in Wien nur wenig, trotzdem konnte sich die heimische Börse dem schwächelnden Umfeld nicht entziehen und musste ebenso wie die meisten europäischen Indices relativ deutlich abgeben. Gegen den Trend stemmte sich Do & Co, für das Cateringunternehmen stand zu Handelsschluss ein Plus von 2,4% zu Buche. FACC hingegen musste klare Abgaben hinnehmen, der Luftfahrtzulieferer erlitt eine Verbilligung von 4,3%. Bei der Erste Group war das Minus durch den Dividendenabschlag bedingt, bereinigt um diese Auszahlung schloss die Bankengruppe 0,6% höher. Raiffeisen hingegen sank um 0,6%, auch die Bawag erlitt eine Abgabe von 0,7%. Strabag , das ja in dem Enthüllungsvideo erwähnt worden war, will nun die Auftragsvergaben des vergangenen Jahres noch einmal überprüfen lassen, die Aktie konnte gestern ein Plus von 0,5% erzielen. Im Vorfeld der heutigen Zahlenpräsentation konnten sich sowohl CA Immo als auch Flughafen Wien verbessern, der Immobilienkonzern erzielte ein Plus von 0,8%, für den Flughafen ging es 0,1% nach oben. Auch in Wien war die als defensiv geltende Telekom Austria gesucht und erzielte eine Verbesserung von 0,6%, Rosenbauer konnte gleich um 1,2% vorrücken. Zu den Gewinnern zählte auch AMAG , für den Aluminiumkonzern ging es 1,0% nach oben, und Kapsch TrafficCom, der Mautsystemanbieter schloss mit einer 0,6% höheren Notierung als zum Wochenausklang.

Bestimmendes Thema des Handels waren auch in den USA die von der Regierung verhängten Sanktionen gegen den chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Riesen Huawei, wodurch vor allem die Technologiewerte belastet wurden. Der chinesische Konzern wurde von wichtigen Technologien abgeschnitten, da vermutet wird, dass die unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für Peking genutzt werden könnte. Große Halbleiteranbieter wie Qualcomm, Broadcom und Xilinx stoppten vorerst die Lieferungen für das Unternehmen und mussten allesamt deutliche Verluste hinnehmen. Auch Google geriet unter Druck, da mit Huawei ein wichtiger Abnehmer für die Dienste momentan verloren geht. Auch der Konkurrent Apple schloss mit einer Abgabe von 3,2% tief in den roten Zahlen, da auf Grund der befürchteten Verschlechterung der Handelsbeziehung wichtige Absatzmärkte verloren gehen könnten. In Summe gesehen büßte der technologielastige Nasdaq 100 1,7% ein, das Minus für Dow Jones und S&P 500 fiel mit 0,3% beziehungsweise 0,7% deutlich geringer aus. Hohe Kursgewinne verbuchten am Montag die Aktien von T-Mobile US und Sprint. T-Mobile US stieg um 3,9%und Sprint schnellte gar um 18,8% nach oben. Der Chef der US-Kommunikationsbehörde FCC will dieser empfehlen, grünes Licht für die Fusion der beiden Unternehmen zu geben. Allerdings gaben beide Papiere einen Teil ihrer Gewinne wieder ab, nachdem Spekulationen laut wurden, dass sich das Justizministerium gegen eine Fusion stellen könnte.

Der Handel in Öl verlief unterschiedlich, Brent schloss den Tag mit einem leichten Abschlag von 0,3%, WTI konnte sich um 0,5% verbessern. Wenig Bewegung gab es im Handel mit Gold , das Edelmetall wurde gegen Tagesende nahezu unverändert bei einer Marke von 1.277 US-Dollar gehandelt. Auch im Handel zwischen Euro und US-Dollar verlief es sehr ruhig, die Gemeinschaftswährung notierte gegen Ende des Handels leicht höher bei einem Wert von rund 1,117 zum Greenback.

Vörbörslich sind die Märkte in Europa freundlich indiziert. In Asien schliessen die Märkte mehrheitlich mit Verlusten. Von der Unternehmensseite berichtete bereits heute Früh der Flughafen Wien seine Geschäftsewrgebnisse (siehe unten!).  

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN


Flughafen Wien

Der heimische Flughafen Wien präsentierte heute seine Ergebnisse zum Q1/2019. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% auf €177,3 Mio. gesteigert werden. Während das EBIT um 15,1% auf €38,4 Mio. anstieg, konnte das Periodenergebnis (exkl. nicht beherrschende Anteile) ein Plus von 17,7% auf €24,1 Mio. verzeichnen. Verantwortlich für diese positive Entwicklung war das deutliche Passagierwachstum das in der gesamten Gruppe 19,9% betrug (Flughafen Wien: +24,6%). Auch im April 2019 setzten sich die hervorragenden Wachstumszahlen weiter fort. Demnach konnte man die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 22,8% steigern (Wien: +26,6%). Die Guidance für das laufende Geschäftsjahr wurde im Hinblick auf den Umsatz und den Gewinn gesteigert. Demnach rechnet man nun mit einem Umsatz von über €830 Mio. (zuvor €820 Mio.), einem EBITDA von über €375 Mio. (zuvor €370 Mio.) und einem Ergebnis nach Steuern von mindestens €170 Mio.. Beim wird weiterhin ein Passagierzuwachs von 8% bis 10% in der Flughafen-Wien-Gruppe erwartet (Standort Wien: +10% auf ca. 30 Mio. Reisende).                                                         

Q1/19: Umsatzerlöse:  €177,3 Mio. (Vj. 163,9); EBITDA: €71,6 Mio. (Vj. 64,8); EBIT: €38,4 Mio. (Vj. 33,3); Periodenergebnis (beherrschende Anteile): €24,1 Mio. (Vj. 20,5)




(21.05.2019)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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