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ATX-Trends: Palfinger, Warimpex, Polytec, Uniqa, VIG, voestalpine ...

Eine positive Grundstimmung prägte den umsatzarmen Handel am gestrigen Tag und liess die wichtigsten europäischen Indices mit moderaten Zuwächsen enden. Frische Daten der ZEW-Umfrage aus Deutschland brachten Licht und Schatten zugleich, die Stimmung von Finanzexperten hellte sich im April zwar stärker auf als erwartet, jedoch verschlechterte sich die Beurteilung der aktuellen Lage. In dem allgemein optimistischen Umfeld waren die Energiekonzerne auf Grund ihrer defensiven Eigenschaften wenig gefragt, der Sektor endete mit einem Abschlag von 1,0%. Gesucht waren hingegen Titel von Börsenbetreibern, die Aktien der London Stock Exchange erreichten ein neues Rekordhoch und konnten sich um 1,5% befestigen.

Im Blickfeld standen aber auch die Aktien von Unicredit, die italienische Großbank hatte wegen Verstößen der US-Sanktionen gegen den Iran eine Zahlung von 1,3 Milliarden US-Dollar akzeptiert, der Konzern hatte aber mit einer noch höheren Strafe gerechnet und konnte dadurch Rückstellungen von 300 Millionen auflösen, das brachte den Titel um 3,5% nach oben. Publicis, der französische Werberiese, profitierte immer noch von der am Vortag angekündigten Übernahme der Digitalmarketing-Tochter von Alliance Data Systems und konnte auch gestern 3,4% zulegen. In Italien legte der Zahlungsabwickler Nexi ein enttäuschendes Börsendebüt hin, nachdem das Unternehmen 2 Milliarden Euro bei der Ausgabe der Aktien eingenommen hatte musste der erste Handelstag mit einem Abschlag von 6,3% beendet werden. Rio Tinto verlor nach aktuellen Produktionszahlen für das erste Quartal 0,6%. Lufthansa hatte am Vorabend zwar einen Verlust gemeldet, bedingt durch hohe Treibstoffkosten und Überkapazitäten, dass die Fluglinie aber die Jahresziele bekräftigte wurde von den Anlegern mit einem Plus von 0,9% honoriert. Zalando erhöhte die Prognosen für das erste Quartal deutlich, anstatt eines vom Markt erwarteten Verlustes rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn, der Aktienkurs schnellte 6,6% nach oben. Commerzbank konnte sich um 3,1% befestigen, laut Medienberichten hat auch der niederländische Finanzkonzern ING Group Interesse an der Bank. Der deutsche Großküchenhersteller Rational profitierte von einer Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank und konnte 3,2% zulegen.

Weiter im Aufwind befindet sich die heimische Börse, gestern gab es den sechsten Gewinntag in Folge und das österreichische Börsenbarometer schloss mit einem Aufschlag von 0,6%. Weiter von dem positiven europäischen Sektorenumfeld profitieren konnten die Bankentitel, die Raiffeisen Bank war gestern Spitzenreiter mit einem Aufschlag von 2,9%, Bawag konnte sich um 1,6% befestigen, lediglich die Erste Group musste 0,4% schwächer schliessen. Die Deutsche Bank gab ihre Meinung zu voestalpine ab, die Analysten stufen den Wert mit „Hold“ ein und erwarten einen Kurs von 33 Euro, im Moment werden keine Katalysatoren für einen deutlichen Kursaufschwung gesehen, der Titel konnte um 1,1% anziehen. Porr profitierte den zweiten Tag in Folge von dem Großauftrag, der in Rumänien an Land gezogen werden konnte, gestern fiel der Zuwachs mit einem Plus von 3,4% noch um einiges deutlicher aus. Strabag war auch stärker, allerdings war hier das Plus mit 0,5% doch deutlich geringer. Unterschiedlich verlief der Tag für die Ölwerte, die OMV konnte mit 0,7% leicht zulegen, Schoeller-Bleckmann musste den deutlichen Anstiegen der letzten Tage doch etwas Tribut zollen und gab 1,5% ab. Polytec verbleibt weiter in einer starken Aufwärtsbewegung, gestern gab es einen weiteren Zuwachs von 1,9%. Stärkster Gewinner am gestrigen Tag war Warimpex mit einem Kurssprung von 4,8%. Gesucht waren weiter Palfinger , für den Kranhersteller ging es 1,8% nach oben, und Lenzing , der Faserhersteller beendete den Tag ebenfalls mit einer 1,8% höheren Notierung. Auch FACC erfreute sich weiter der Gunst der Investoren und befestigte sich um 1,6%. Einen guten Tag hatten die Versicherer, bei Uniqa stand ein Plus von 1,7% zu Buche, die Vienna Insurance Group schloss 1,4% stärker. Deutlichster Verlierer des gestrigen Tages war Marinomed, das Biotechunternehmen verbilligte sich um 5,0%, mit einer Abgabe von 2,1% war auch Kapsch TrafficCom unter den wenig beliebten Titeln zu finden.

Boden gutmachen konnten die US-Börsen nach dem schwachen Wochenauftakt am gestrigen Handelstag, der Dow Jones befestigte sich um 0,3%, der S&P 500 schloss nahezu unverändert und der Nasdaq 100 konnte einen Aufschlag von ebenfalls 0,3% erzielen. Mangels bedeutender makroökonomischer Datenveröffentlichungen standen Unternehmensnachrichten im Blickpunkt. Apple und Qualcomm legten ihren mehr als zwei Jahre dauernden Patentstreit bei, Apple verpflichtete sich zu einer Zahlung, zwischen den beiden Unternehmen wurde eine Patentvereinbarung für zunächst sechs Jahre geschlossen, Zahlen über dieses Abkommen wurden keine genannt. Der Kurs von Qualcomm schnellte um 23,2% in die Höhe, Apple bewegte sich kaum. Netflix konnte dank einer Kurszielerhöhung und einer Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank ein Plus von 3,0% erzielen, die nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen enttäuschten und die Aktie musste im nachbörslichen Handel deutlich abgeben. Johnson & Johnson konnte dank des robusten Pharmageschäftes den Gewinn leicht über den Erwartungen steigern und legte 1,1% zu. United Health lieferte einen positiven Ausblick, viele hatten aber mit noch größerem Optimismus gerechnet, nach einem guten Start drehte die Aktie ins Minus und schloss mit einer Abgabe von 4,0%. Bei der Bank of America stand einem Gewinnanstieg im Privatkundengeschäft ein Einbruch im Handelsgeschäft gegenüber, der Titel schloss mit einem moderaten Plus von 0,1%. Das Software-Update von Boeing für den Typ 737 Max wurde von der Flugaufsicht als geeignet bezeichnet, die Aktie rangierte mit einem Plus von 1,7% an der Spitze des Dow Jones.Öl präsentierte sich wieder erholt und konnte zulegen, für Brent gab es ein Plus von 0,8%, WTI verteuerte sich um 1,0%. Gold tendierte in einem bewegungsarmen Handel leicht schwächer und wurde gegen Schluss des Handels bei rund 1.277 US-Dollar gehandelt. Der Handel zwischen Euro und US-Dollar verlief ebenfalls in einer schmalen Bandbreite, gegen Abend fand das Währungspaar einen Kurs von rund 1,128.

In Europa sind die Märkte vorbörslich unverändert indiziert. In Asien schliessen die Börsen kaum bewegt. Von der Unternehmensseite wie auch von der Makroseite ist es weiterhin relativ ruhig.

Vienna Insurance Group

Die Vienna Insurance Group (VIG ) bestätigte heute mit der Veröffentlichung des Konzerngeschäftsberichts 2018 die bereits am 21. März 2019 bekanntgegebenen vorläufigen Zahlen. Die hohe Kapitalstärke (Solvenzquote von 239 %) soll für weiteres Wachstum genutzt werden. Des Weiteren ist der Aufsichtsrat der VIG dem Vorschlag des Vorstands zur Erhöhung der Dividende von €0,90 auf €1 pro Aktie gefolgt.



(17.04.2019)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> https://www.wienerprivatbank.com


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