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Tesla muss endlich liefern (Christian-Hendrik Knappe)

Bei Tesla kommt die Produktion des massenmarkttauglichen Elektroautos Model 3 immer noch nicht in Schwung. Konzernchef und Gründer Elon Musk scheint dies wenig zu stören. Er verweist gerne auf die rosige Zukunft, die Tesla und der Elektroautoindustrie blüht. Die jüngsten Marktreaktionen zeigen jedoch, dass Anleger offenbar nicht immer der gleichen Meinung sind.

Tesla hat es schon wieder getan. Der kalifornische Elektrowagenbauer hat erneut ein selbstgestecktes Produktionsziel verfehlt. Das brisante dabei: Es geht immerhin um den Mittelklassewagen Model 3. Mit seiner Hilfe möchte der Elektroautopionier endlich den Massenmarkt erobern und in die Riege der ganz großen Automobilkonzerne aufsteigen. Schließlich gibt es das Fahrzeug bereits ab 35.000 US-Dollar zu haben. Allerdings wird der Aufstieg in die Spitzengruppe schwierig, wenn die Produktion nicht ganz so läuft wie gewünscht.

Laut Unternehmensangaben vom 3. Januar 2018 liefen im vierten Quartal 2017 gerade einmal 2.425 Fahrzeuge des Model 3 vom Band. Tesla möchte irgendwann 5.000 Autos pro Woche herstellen. Dieses Ziel wurde jedoch bis zur Jahresmitte 2018 verschoben. Ende des zweiten Quartals soll es endlich soweit sein. Zum Ende des ersten Quartals will man immerhin bereits 2.500 Autos des neuen Hoffnungsträgers pro Woche vom Band laufen lassen. Auf Unternehmensseite zeigte man sich optimistisch, dieses Ziel erreichen zu können, da zum Ende des vergangenen Jahres viele Engpässe in der Produktion des Model 3 beseitigt werden konnten und die Produktionsraten deutlich gestiegen seien. Außerdem wurden Mitarbeiter von der Produktion der anderen beiden Modelle S und X abgezogen, um bei der Herstellung des Model 3 zu helfen.

Optimistisch stimmte auch die Gesamtproduktion. Im Schlussquartal 2017 lieferte Tesla insgesamt 29.870 Fahrzeuge an Kunden aus. Das Model S wurde 15.200 Mal an Kunden übergeben, während 13.120 Autos des Model X an den Mann gebracht wurden. Bei den Modellen S und X wurde somit im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 27 Prozent erzielt. Zudem war es ein neuer Verkaufsrekord. Es wurden 9 Prozent mehr Autos der Modelle X und S verkauft als zwischen Juli und September 2017, dem bisherigen Rekordquartal.

Im Gesamtjahr 2017 erzielte Tesla bei den Modellen X und S sogar ein Absatzplus von 33 Prozent auf insgesamt 101.312 Fahrzeuge. Entscheidend bleibt jedoch die Frage, ob Tesla endlich die Produktion des Model 3 in den Griff bekommt. Schließlich wurden bereits hunderttausende Fahrzeuge vorbestellt. Kunden haben schon Anzahlungen geleistet. Lange Wartezeiten kann man sich in diesem Fall nicht leisten, wenn man nicht allzu viele treue Fans des Elektrowagenbauers verprellen will. Zumal irgendwann auch die Produktion des strombetriebenen Sattelschleppers „Semi“ hinzukommt und die Produktionsprozesse im Konzern noch undurchsichtiger werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Tesla-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DM24D1, Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 8,38. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DM2JP2, aktueller Hebel 17,83; Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf fallende Kurse der Tesla-Aktie setzen.



(12.01.2018)

Tesla


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Christian-Hendrik Knappe

Deutsche Bank, X-markets, Produkt-Spezialist https://www.xmarkets.db.com/...

>> https://www.xmarkets.db.com/DE


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