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Gedanken und Leitplanken für Q4/16 - Japan, Öl- und Rohstoffmärkte, Emerging-Markets und Balance der Weltwirtschaft (Alois Wögerbauer)

In der Mischung der Meldungslage um Notenbanken, US- Präsidentschaftswahlen, Wirtschaftszahlen und Weltpolitik ist es die zentrale Herausforderung der Geldanlage den klaren Blick zu bewahren. „Sich breit aufstellen und diversifizieren“, mag angesichts der häufigen Wiederholung als Phrase wahrgenommen werden, ist und bleibt aber zentrale Basis in einem schwer zu prognostizierenden Umfeld. Für das Schlussquartal eines komplizierten Anlagejahres 2016 möchten wir Ihnen folgende Gedanken und Leitplanken mitgeben:

  • Das Beispiel Japan zeigt, dass die Allmacht der Notenbanken Grenzen hat. Immer stärkere Maßnahmen und immer massivere Eingriffe haben immer weniger Effekt, eine Exit-Strategie ist nicht absehbar. Dass Kaufprogramme und Geldmengenausweitungen der Königsweg sind, ist zu hinterfragen. Wir halten daher eine Goldbeimischung für sinnvoll – und wollen diese auch nicht bei jeder 5%-Schwankung hinterfragen.
  • Die Öl- und Rohstoffmärkte befinden sich in einer soliden Bodenbildungsphase. Dies wird im 1. Quartal 2017 aufgrund des Basiseffektes mit dem Vergleich zum 1. Quartal 2016 zu leicht höheren Inflationsraten führen.
  • Einhergehend mit der Stabilisierung der Rohstoffe sehen wir auch eine Stabilisierung der Emerging-Markets trotz aller Unterschiede auf Länderebene. Rohstoffe sowie Anleihen und Aktien aus den Emerging- Markets sollten daher zukünftig in der Geldanlage wie- der mehr beachtet werden als in den vergangenen Jahren. Sie bleiben aber dennoch nur Beimischung und kein Kerninvestment.
  • Die Stabilisierung der Emerging-Markets ist wichtig für die Balance der Weltwirtschaft. In den letzten 5 Jahren wuchs die Weltwirtschaft in etwa um 3 % per anno – warum sollte dies nicht auch in den kommenden Jahren möglich sein? Wenn die Welt ein Potential von 3 % hat, dann liegt das realistisch zu erwartende Wachstum in der EURO-Zone wohl bei etwa 1,5 %. Es wäre wohl besser dies endlich als neue Normalität anzuerkennen und nicht als Grund für eine im Krisenmodus kommunizierende Notenbank.
 


(04.10.2016)

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Alois Wögerbauer

Fondsmanager und Chef der 3 Banken Generali Investment

>> http://www.3bg.at


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