Übersichtsseite Blogs

>> zur Startseite mit allen Blogs

Blogger

Droht durch den Absturz des Ölpreises eine neue Finanzkrise? (Stefan Böhm)

Was noch vor gar nicht allzu langer Zeit unmöglich erschien, ist nun Realität geworden. Die Handelssanktionen gegen den Iran wurden aufgehoben. Damit ist der Weg frei für Öl- und Gasexporte aus dem seit vielen Jahren isolierten Land. Droht dem Ölpreis damit der nächste Tiefschlag? Der Ölpreis startete jedenfalls mit einem neuen 12-Jahrestief in die Woche, konnte sich aber im Tagesverlauf etwas erholen.

Banken unter Beobachtung

Ausschließen lässt sich ein weiterer Absturz beim Ölpreis nicht. Fakt ist, dass der Iran das Geld aus dem Ölgeschäft dringend benötigt um die seit Jahren grassierende Wirtschaftskrise zu überwinden. Iranisches Öl wird daher ziemlich sicher das Überangebot auf dem Ölmarkt weiter erhöhen und den Ölpreis nach unten drücken. Für viele US-Produzenten ist dies die denkbar schlechteste Entwicklung. Zwar wurde der US-Fracking-Industrie schon oft das Totenglöckchen geläutet, bislang gab es jedoch keine Pleitewelle und auch die Ölproduktion in den USA sank bislang auch nicht so stark wie von manchen Analysten angenommen. Doch die Zeichen deuten darauf hin, dass es im weiteren Jahresverlauf in den USA zu einem größeren Rückgang der Ölproduktion kommen könnte. Das Überangebot am Ölmarkt würde dadurch reduziert und der Preis gestützt. Bis dahin bleibt der Abwärtsdruck am Ölmarkt bestehen und man muss sich Gedanken machen über die Folgen einer möglichen massenhaften Schließung von US-Bohrlöchern. Drohen dadurch für die Banken Kreditausfälle in großem Stil? 

Nach Subprime jetzt Ölprime?

Im dritten und vierten Quartal 2015 haben 20 US-Öl- und Gasfirmen Insolvenz beantragt. Das Analysehaus Wood Mackenzie rechnet 2016 mit einem deutlichen Anstieg der Pleiten und auch damit, dass der Markt nicht auf diese Entwicklung vorbereitet ist. In anderen Worten: Die Ölkrise könnte auf den Finanzsektor übergreifen. Die großen US-Banken wie Citigroup, JP Morgan und Wells Fargo haben bereits reagiert und ihre Rückstellungen erhöht. Insgesamt sind 276 Mrd. USD im US-Energiesektor ausgeliehen. Die US-Notenbank Fed schätzt, dass 15 Prozent oder 34 Mrd. USD vom Ausfall bedroht sind. Damit sich die Risiken nicht zum Tsunami ausweiten, wären steigende Ölpreise dringend nötig. Die meisten Analysten rechnen im zweiten Halbjahr mit signifikant steigenden Preisen. Ob das jedoch nur Zweckoptimismus ist, bleibt abzuwarten.

Fazit

Der ungebremste Absturz beim Ölpreis ist maßgeblich verantwortlich für die Verunsicherung und die Panik an den Märkten. Sollte es nicht bald eine Stabilisierung geben, dann drohen nicht nur in den USA hohe Kreditausfälle. Sie sollten als Anleger dieses Risiko im Auge behalten und aktuell vorsichtig agieren.

Erfolgreiche Investments,

Ihr Stefan Böhm

P.S. Kennen Sie schon mein brandneues E-Book „China Krise – Kommt jetzt der große Crash?“? Nein? Dann laden Sie es sich doch gleich kostenfrei herunter unter: https://www.boehms-dax-strategie.de/spezialreport-sichern.html?report=126



(19.01.2016)

Bohrinsel, Öl, Ölindustrie, Erdöl, Meer, Rohstoff, Industrie, http://www.shutterstock.com/de/pic-196423016/stock-photo-oil-platform-computer-generated-d-illustration.html?


 Latest Blogs

» FISV: Wirecard-Konkurrent mit +30% in 6 Mo...

» Sanochemia: Wir wurden verlässlich enttäus...

» Andritz unter den "16 Aktien für 2020", Ma...

» UBM-Cover, voestalpine verdrängt, Wirecard...

» XLY: Breakout-Trade mit Amazon, Home Depot...

» Nasdaq Inc; Börsenbetreiber profitiert vom...

» Ernst Huber läutet die Opening Bell für Fr...

» Rohöl: Kämpft die OPEC gegen Windmühlen? (...

» ATX-Trends: Immofinanz, Palfinger, Erste G...

» Walt Disney; Mit Disney+ auf der Streaming...


Stefan Böhm

Mein Name ist Stefan Böhm und ich bin Börsianer mit Leib & Seele. Einer meiner größten Erfolge war die punktgenaue Warnung vor der Finanzkrise im Jahr 2007, die meinen Lesern Gewinne von rund +400% gebracht hat.

Trading ist meine Leidenschaft und ich möchte möglichst vielen Anlegern mit meinem Erfahrungsschatz weiterhelfen. Deshalb biete ich Ihnen kostenfrei die hochwertige Wissensplattform Böhms DAX-Strategie.

Nutzen Sie diese einmalige Chance und besuchen Sie meine praxisorientierte Börsenschule sowie mein hilfreiches Börsenlexikon. Sichern Sie sich zudem meine treffsicheren Analysen in Form meines wöchentlichen Börsenbriefs Böhms DAX-Strategie. Als Willkommensgeschenk erhalten Sie mein brandneues E-Book „Die 3 besten DAX-Aktien“ – alles 100% gratis! Einfach hier klicken https://www.boehms-dax-strategie.de/... und langfristig von meinem Expertenwissen profitieren.

>> http://www.boehms-dax-strategie.de


 Weitere Blogs von Stefan Böhm

» DAX: Italien-Debakel, EU-Krise, Absturz? (...

Wieder einmal drücken Unsicherheiten Europas Börsen nach unten. Das Verfassungsreferend...

» Warnung: Schockpotenzial bei Aktien! (Stef...

Eine fallende Tendenz für Aktien aus Europa und den USA prophezeien die Analysten von Goldma...

» Gold: Historische Kaufchance? (Stefan Böhm)

Der Edelmetall-Analyst Mark J. Lundeen ist in einer interessanten Langzeitstudie der Behauptung n...

» BMS, Merck & Co., Roche, Astra-Zeneca, Mer...

Sicher denken Sie bei Aktien aus dem Pharmabereich an konservative Papiere mit gefestigten Zukunf...

» Bankenkrise: Wie groß ist die Ansteckungsg...

Die Meldungen lassen nichts Gutes erahnen. In Italien stehen die Banken auf der Kippe – wie...