Call für jene, die an das Christkind glauben (Christian Drastil)

Bisher haben wir in den Terminmarktbeiträgen im Börse Express immer nur Oktober-Beispiele gebracht, also Dinge, die den „Frontmonat“, den kürzest verfügbaren Verfallstag, betreffen. Der „Frontmonat“ hat natürlich viele Vorteile: Käufer von Optionen profitieren von günstigen Preisen (absolut gesehen), Verkäufer (Schreiber) schätzen die kurze Restlaufzeit und den damit verbundenen raschen Zeitwertverfall. Heute möchten wir erstmals weiter in die Zukunft blicken und einen Dezember-Call auf die RHI-Aktie vorstellen.

Ausgangssituation: Rund um die RHI-Aktie gibt es derzeit viele Gerüchte, auch Übernahmegerüchte machen die Runde. Der BE ist hier eher skeptisch, aber nach wie vor optimistisch für die Aktie. Am Terminmarkt ist RHI vor allem deshalb interessant, weil die Volatilitäten extrem günstig (gut für Käufer) sind, OMV und voest liegen hier etwa beim Doppelten.

Ein Beispiel von heute Vormittag: Die RHI-Aktie notierte gerade bei 29,58 Euro und der Dezember-Call 30 wurde mit 0,67 auf 0,97 quotiert. Ein Käufer, der hier z.B. 20 Kontrakte, die zum Kauf von 1000 RHI-Aktien bis 15. Dezember berechtigen, erwirbt, würde dafür 997 Euro vor Spesen in die Hand nehmen müssen. Der Break-Even liegt demnach bei „nur“ 30,97 (Strikepreis 30 + 0,97).

Für alle, die an einen weiteren Anstieg der RHI-Aktie glauben, eine sehr gute Möglichkeit, hier mit Hebel mitzupartizipieren.

Geht die RHI-Aktie nicht über 30 Euro, droht allerdings Totalverlust.

BE-Hinweis: Zahlreiche Basisinfos zum Terminmarkt der Wiener Börse finden Sie unter http://www.wienerborse.at (Bereich „News & Service“, dann auf „Publikationen“
gehen. Hier kann man die neue PDF-Broschüre „derivatives market.at“ downloaden)

Im Börse Express finden Sie derzeit täglich ein Terminmarkt-Anwendungsbeispiel: http://www.boerse-express.at

(26.09.2006)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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