Qino nach jajah: Wieder Kapitalherabsetzung? (Christian Drastil)

Am 23. Dezember wurde der Verkauf der jajah Inc. an Telefonica Europe plc vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung abgeschlossen. Damit ist eine grosse Spekulation beendet; nämlich jene auf ein IPO oder einen Milliarden-Tradesale von jajah.

Und darauf basierte ja die „jajah-Fantasie“ für Qino-Aktionäre. Doch statt Milliarden beträgt der Verkaufspreis nur 200 Mio. Dollar. Was bleibt, ist ein Gewinn von CHF 0,25 je Qino-Aktie. Der NAV (per 30.11. mit 1,92 CHF je Aktie veröffentlicht), erhöht sich auf 2,17 CHF oder ca. 1,46 Euro je Aktie.

Jetzt kommt der Punkt: Der BE hatte ja bei MAI und MIP als erstes Medium auf Kapitalherabsetzungen gedrängt und dies mit einer früheren Qino-Transaktion als (einmal schon ca. 4 CHF zurückgezahlt) als Referenzdeal unterlegt. Das könnte jetzt wieder kommen. „Über eine Ausschüttung via Kapitalherabsetzung haben die Aktionäre zu entscheiden, aus Sicht des Verwaltungsrates ist das denkbar“, so Qino zum BE. Könnte um ca. 0,7 Euro je Aktie gehen, irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2010. Der Qino-Rest mit Pankl, Update, etc. bliebe „notiert“.

Die Aktie bleibt im BE-Real-Money-Depot, weil sie deutlich unter NAV notiert. Eine Kapitalherabsetzung würde dem Kurs (der "Gesamtrechnung", also Ausschüttung plus "neuer Kurs") wohl helfen.

Unterm Strich muss man aber sagen: Viel ist von der jajah-Fantasie nicht geblieben. Kurse über 2 Euro scheinen in weiter Ferne. Der BE hat in der Übertreibung 2007 aber den Hauptteil der Qino-Position mit grossem Gewinn gegeben.

Depot: http://www.boerse-express.com/abo

(28.12.2009)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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