Die Paketübergabe bei der Post (Christian Drastil)

Die Post an der Wiener Börse: Diese Erfolgsgeschichte ist in zwei Kapitel zu unterteilen. Zunächst der 100 Prozent-Move nach oben, für den nur sechs Monate benötigt wurden (nichtmal Raiffeisen war so schnell), dann die Seitwärtsphase zwischen 36 und 38 Euro, die nun auch schon wieder seit Mitte November, also fast drei Monate, andauert.

Heute ist die Nachricht einer grösseren Morgan Stanley-Platzierung in die Ruhe geplatzt, 1,1 Mio. Post-Aktien wechselten den Besitzer.

Was kann man nun am Terminmarkt tun? Zunächst ein kleiner Rückblick: Seitwärtsphasen sind ja eine eher spannende Sache für Schreiber, vor allem, wenn die zu verkaufende Volatilität passt (und das hat sie bei der Post). Allerdings weiss man auch, dass sich - je länger eine Seitwärtsphase dauert - die Wahrscheinlichkeit eines stärkeren Ausbruchs erhöht (z.B. nach Point & Figure-Interpretation)

Ob die Morgan Stanley-Platzierung (wäre spannend zu wissen, welche Parteien da beteiligt waren) der Trigger für einen Ausbruch aus der 36/38-Range ist, ist schwer zu sagen. Spekulativ ausgerichtete Anleger können sich aber einen „Long Straddle März 36“ überlegen. Put und Call mit Laufzeit bis 3. Freitag im März sollte man mit Limit 2,80 kaufen können. Die Break-Even-Punkte lägen dann bei 33,2 (36 - 2,8) und 38,8 (36 + 2,8). Die Wette: Irgendwann bis zum März-Verfall müsste doch was passieren.

(07.02.2007)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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