Der gemessen an den Erfolgen wichtigste Österreich-Aktien-Analyst der vergangenen zehn Jahre verändert sich: Günther Artners Ausstieg aus dem Research-Team der Erste Group ist bereits intern und an grosse Kunden kommuniziert, ab März 2015 wird Artner Leiter Corporate Finance (M&A) und Equity Capital Markets in der Erste Group.
Da die Number One Awards auf Hard Facts basieren, werden diese hiermit nachgeliefert: Beim österreichischen Analyst Award (initiiert von den heutigen boerse-social.com-Machern seinerzeit für den Börse Express) war Artner als Head of CEE Sector Researchmit seinem Team in den vergangenen zehn Austragungsjahren (2004 bis 2013) insgesamt 4x – und damit öfter als alle anderen - auf dem ersten Rang zu finden. Das Team schaffte über die Jahre auch die kumuliert beste Gesamtperformance. Die zugrundeliegende Wertung basiert aufgrund eines klaren Regelwerks ebenfalls auf Hard-Facts, die Kaufempfehlungen der Analysehäuser werden dafür in gläserne Musterdepots gepackt. Und auch in der Jury-basierten Einzelwertung setzte es für Artner im genannten Zeitraum drei Siege (2004, 2005 sowie ein Kategoriesieg im Jahr 2011). Dafür gibt es nun zum Ende der Research-Karriere den Special Award 2014.
Artner, der branchenmässig zuletzt vor allem auf den Immobiliensektor spezialisiert war, hat auch etliche Sektor Reports publiziert bzw. war auf Investorenkonferenzen bzw. Roadshows aktiv. Er übernimmt nun in der Erste Group wie eingangs erwähnt die (inhaltlich durchaus verwandte) Position von Martin Hinteregger, dessen Ausstieg schon vor Monaten kommuniziert wurde. Es geht nunmehr für Artner um sämtliche Arten von Unternehmensfinanzierungen durch Eigenkapital und Beratung bei der Hereinnahme eines Partners sowie im Value Based Management. Mögliche Kapitalmarktaspekte stehen dabei im Vordergrund. Neben Börsegängen (IPOs), SPOs und Kapitalerhöhungen stehen auch Privatplatzierungen und Convertibles auf der Agenda.
Es ist dies übrigens ein ähnlicher Weg, wie ihn seinerzeit die heutige Börse-Chefin Birgit Kuras im Raiffeisen-Sektor eingeschlagen hatte. Und dass die Wiener Börse IPOs für sich und auch die CEESEG-Börsen braucht, ist klar.
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