Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat gestern Dienstag vor der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve mit leichten Zuwächsen geschlossen. Der Leitindex ATX schloss 0,15 Prozent höher bei 3.600,36 Punkten. ATX Prime gewann 0,13 Prozent auf 1.799,88 Punkte. Auch an anderen europäischen Börsen ging es nach oben. Diese Handelswoche steht im Zeichen der Zinsentscheidung der Notenbanken, insbesondere der Fed welche heute Mittwoch Ihre Entscheidung treffen wird. Am Markt wird davon ausgegangen, dass die Fed die Zinsen senken wird. Wie stark die Senkung ausfallen wird, ist jedoch offen. Zuletzt spekulierten zunehmend Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer auf eine Senkung um 0,50 Prozentpunkte. In der Eurozone wurden die Zinsen in diesem Jahr bereits zwei Mal gesenkt. Bei der Zinssenkung am vergangenen Donnerstag hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde den weiteren Kurs der Notenbank offen gelassen. Die Wahrscheinlichkeit einer Senkung im Oktober sei "sehr gering", sagte nun am Dienstag der lettische Notenbankpräsident Gediminas Simkus. Nach Einschätzung von Simkus ist die Zinssitzung im Dezember der wahrscheinlichste Zeitpunkt für die dritte Senkung in diesem Jahr.
In Wien verlief der Dienstag meldungsarm. An die Spitze des ATX stellten sich die Aktien von AT&S mit einem Kursplus von 5,6 Prozent. Damit schlossen sich die Aktien des Leiterplattenherstellers dem europäischen Trend an. In ganz Europa zeigten sich Aktien mit Tech-Bezug gesucht. Auf der Verliererseite standen hingegen Aktien aus dem Immobiliensektor. Am unteren Ende des Leitindex sackten Immofinanz 14,9 Prozent ab und CA Immo verloren 2,5 Prozent. Die Immofinanz setzt ihren Plan um, die s Immo völlig zu übernehmen und die Minderheitsaktionäre über eine Barabfindung auszuschließen, teilte die s Immo bereits am Freitag mit. Auch die Aktien aus der Versicherungsbranche zeigten sich mit einem kleinen Minus. Vienna Insurance verloren 0,2 Prozent und die Anteilsscheine von UNIQA gaben 0,1 Prozent nach. Nach den starken Zuwächsen von 6,7 Prozent für Strabag zu Wochenbeginn, bewegten sich die Papiere des Baukonzerns am Dienstag wieder um 2,2 Prozent nach unten."
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