Während Analysten den Daumen senken und Branchenberichte vor der Plattform warnen, setzt der Chef von The Trade Desk ein unmissverständliches Zeichen. Mit einem Aktienkauf im Wert von fast 148 Millionen US-Dollar stellt sich CEO Jeff Green gegen die jüngste Verkaufswelle. Diese deutliche Diskrepanz zwischen interner Überzeugung und externer Skepsis wirft ein neues Licht auf die aktuelle Bewertung des Ad-Tech-Unternehmens.
Mitte März geriet das Papier stark unter Druck. Auslöser war ein Prüfbericht der Agentur Publicis, der Kunden aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Gebührenpraxis von der Nutzung der Plattform abriet. Als Reaktion auf diese Unsicherheit stufte Morningstar-Analyst Mark Giarelli den Wettbewerbsvorteil des Unternehmens auf "keinen" ab. Genau in dieses negative Marktumfeld hinein erwarb Jeff Green laut Berichten vom Wochenende 6,1 Millionen Anteilscheine zu Kursen zwischen 23,49 und 25,08 US-Dollar.
Abseits der jüngsten Kontroversen präsentiert das Unternehmen weiterhin solide operative Zahlen. Im Gesamtjahr 2025 verzeichnete die Plattform ein abgewickeltes Bruttovolumen von rund 13,4 Milliarden US-Dollar, was zu einem Jahresumsatz von knapp 3 Milliarden US-Dollar führte – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein zentraler Baustein für das weitere Wachstum ist die neue KI-gestützte Plattform "Kokai", die digitale Werbung über verschiedene Kanäle hinweg optimieren soll. Bemerkenswert ist dabei die hohe Kundentreue: Seit zwölf Jahren hält das Unternehmen eine Bindungsrate von über 95 Prozent.
Auf dem aktuellen Kursniveau von 20,82 Euro spiegelt sich die Skepsis der Anleger deutlich wider, was sich auch in einem Minus von über 35 Prozent seit Jahresbeginn zeigt. Aus Bewertungssicht wird The Trade Desk derzeit mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis zwischen 11 und 14 gehandelt. Das entspricht einem spürbaren Abschlag gegenüber dem breiten S&P 500, der aktuell bei einem Wert von knapp 22 liegt.
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Für das erste Quartal 2026 plant das Management mit einem Umsatzwachstum von rund 10 Prozent. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Integration seiner KI-Werkzeuge voran und positioniert sich als unabhängige Alternative zu geschlossenen Ökosystemen im digitalen Werbemarkt. Zusätzliche Impulse könnte eine mögliche, am Markt diskutierte Partnerschaft mit OpenAI zur Integration von Werbefunktionen in ChatGPT liefern, für die eine offizielle Bestätigung allerdings noch aussteht.
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