Kursrutsch in Wien: Eine Vermutung (Christian Drastil)

Mit unserem alternativ positionerten und aktuell nicht voll investierten Real-Money-Depot haben wir in wenigen Tagen einen deutlichen Vorsprung auf den ATXPrime und einen noch deutlicheren auf den ATX (14 Prozentpunkte) aufbauen können.

Was ist der Grund für die besonders scharfen Kursrückgänge in Wien? Ich denke, es hängt - wie so oft in Wien - mit US-Investoren zusammen. Diese sind in den ersten Monaten 2009 beständig in den Wiener Markt hineingangen (sieht man zB in den Bloomberg-Filings, hier werden mit Verzögerung Bestände gemeldet). Nun ist Wien heuer von extrem tiefem Niveau aus sehr gut gelaufen. Grund für die Gewinnmitnahmen ist aber meiner Meinung nach nicht ein eventuell bereits überzogenes Kursniveau in Wien, sondern vielmehr die Tatsache, dass es technische und fundamentale (darüber lässt sich streiten) Hinweise darauf gibt, dass es mit der Dollarschwäche nun fürs Erste vorbei ist. US-Investoren haben mit Österreich-Aktien heuer gut performt, dazu kommen schöne Gewinne aus der Euro-Stärke. Und wenn ein grosser Institutioneller in Wien nur "leicht" reduziert, krachts gleich gewaltig. Man kennt das.

Auch die Tatsache, dass de facto der ganze Markt abverkauft wird, spricht dafür. Und in den Bloomberg-Filings wird man in den kommenden Wochen die Bestätigung finden.

Wir werden zukaufen.

Stay tuned.

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(28.10.2009)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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