Eldorado Gold erlebt derzeit Licht und Schatten bei seinen globalen Bergbauprojekten. Während der Konzern in Kanada eine wichtige Genehmigung für das Ormaque-Vorkommen erhielt, sorgt das Flaggschiff-Projekt Skouries in Griechenland für Ernüchterung. Technische Probleme zwingen das Unternehmen dazu, den Zeitplan für die wichtige erste Produktion nach hinten zu verschieben.
In Griechenland läuft derzeit nicht alles nach Plan. Die erste Produktion von Kupfer-Gold-Konzentrat in Skouries verschiebt sich vom ersten auf das dritte Quartal 2026. Verantwortlich dafür sind unter anderem feuchtigkeitsgeschädigte Anlagenkomponenten, die ausgetauscht werden müssen, sowie Verzögerungen bei den Genehmigungen für den Stromanschluss.
Diese Hürden kosten Eldorado Gold schätzungsweise zusätzliche 50 Millionen US-Dollar an Baukosten. Trotz dieser Korrekturen schreiten die Arbeiten voran: Die erste Phase des Projekts ist zu etwa 90 % abgeschlossen. Zudem wurden bereits für den Großteil der künftigen Kupferkonzentrat-Produktion wirtschaftliche Abnahmeverträge ausgehandelt, die bis Ende März unterzeichnet werden sollen.
Kontrastprogramm in Quebec: Das dortige Umweltministerium hat die Betriebsgenehmigung für das Ormaque-Vorkommen erteilt. Das hochgradige Erz kann nun abgebaut und zur bestehenden Sigma-Mühle transportiert werden. Dieser Schritt erhöht die Flexibilität des Lamaque-Komplexes erheblich, da nun neben dem Triangle-Vorkommen eine zweite Erzquelle zur Verfügung steht. Eldorado plant zudem, die Kapazität der Mühle von derzeit 2.500 Tonnen pro Tag schrittweise auf die zulässigen 5.000 Tonnen zu verdoppeln.
Die Börse reagiert empfindlich auf die Nachrichten aus Griechenland. Die Aktie verliert heute rund 7,5 % an Wert und notiert bei 27,78 €. Damit setzt sich die Schwäche der letzten 30 Tage fort, in denen das Papier bereits über 27 % eingebüßt hat. Neben den unternehmensspezifischen Sorgen lastet auch ein stärkerer US-Dollar auf dem Goldpreis, der zuletzt unter Druck geriet.
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Anleger richten ihren Blick nun auf die kommenden Meilensteine des Konzerns:
Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, wie stark die Kostensteigerungen in Griechenland die Bilanz belasten und ob die neue Dividendenpolitik, die im März mit der ersten Zahlung startete, trotz der Investitionshürden stabil bleibt.
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