Starke Quartalszahlen, eine hochkarätige KI-Partnerschaft — und trotzdem verliert die Aktie. Adobe steckt in einem Widerspruch, der die Investoren seit Monaten beschäftigt: Das operative Geschäft läuft, doch das Vertrauen in die Aktie fehlt.
Im ersten Quartal des Fiskaljahres 2026 wuchs der Umsatz um 12 Prozent auf 6,4 Milliarden US-Dollar — über der eigenen Prognose. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 19 Prozent auf 6,06 US-Dollar, der operative Cashflow erreichte mit 2,96 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. Auch der KI-ARR mehr als verdreifachte sich im Quartal, Firefly und GenStudio verzeichneten starkes Wachstum.
Am 13. März brach die Aktie dennoch fast 9 Prozent an einem einzigen Tag ein — ausgelöst nicht durch schwache Zahlen, sondern durch die Ankündigung eines CEO-Wechsels. Genau das ist Adobes Problem: Nicht die Fundamentaldaten, sondern die Unsicherheit über die künftige Führung drückt auf den Kurs.
Die Analystengemeinde ist gespalten, tendiert aber zur Vorsicht:
Goldman Sachs benennt die Kernsorge direkt: Der CEO-Übergang bringe zu viel Unsicherheit, während KI-Wettbewerb das untere Marktsegment weiter erodiere.
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Parallel dazu haben Adobe und NVIDIA auf der GTC-Konferenz Anfang der Woche eine strategische Partnerschaft verkündet. Die nächste Generation der Firefly-Modelle soll auf NVIDIAs CUDA-X und NeMo-Bibliotheken aufbauen. Produkte wie Photoshop, Premiere Pro und die Adobe Experience Platform sollen durch NVIDIAs KI-Infrastruktur beschleunigt werden. Firefly Foundry wird als Herzstück der Enterprise-Strategie positioniert.
Das alles schlägt sich bislang kaum im Kurs nieder. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 25 Prozent im Minus — weit abgeschlagen gegenüber dem S&P 500. Das Forward-KGV ist auf etwa das 11,5-Fache komprimiert, verglichen mit einem historischen Durchschnitt von rund 30. Mit über 8 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln ist die Bilanz solide — doch solange die Nachfolge an der Konzernspitze ungeklärt bleibt, dürfte das für viele Investoren zweitrangig sein.
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