Die deutsche Ernährungsindustrie gibt vor Ostern Entwarnung: Die Versorgung mit Lebensmitteln ist stabil. Die Lager der Hersteller sind gut gefüllt, Engpässe sind nicht zu erwarten. Das teilte die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) heute mit.
„Die Hersteller verfügen über ausreichend Bestände, um die Nachfrage zu decken“, betonte BVE-Geschäftsführer Olivier Kölsch. Diese Sicherheit besteht auch angesichts geopolitischer Spannungen. Sollten Lieferketten aus dem Nahen Osten reißen, könnten Rohstoffe aus anderen Regionen bezogen werden. Die Branche zeigt sich damit anpassungsfähig.
Das Thema Versorgungssicherheit hat höchste Priorität. Erst im Februar diskutierten Fachleute auf dem Food Safety Kongress in Berlin über den Schutz dieser kritischen Infrastruktur. Die fragile Lage globaler Lieferketten stand dabei im Mittelpunkt.
Doch die Branche kämpft mit anderen Problemen. Die Produktionskosten steigen massiv. Höhere Energie- und Kraftstoffpreise belasten die Betriebe. Gleichzeitig sind bereits die Einkaufspreise für viele Rohstoffe gestiegen.
Wer trägt diese Mehrkosten? Die Entscheidung liegt beim Lebensmittelhandel, nicht bei den Herstellern. Ob und wie stark die Preise für Verbraucher steigen, ist daher noch offen. Zwar entspannt sich die Inflation leicht, doch externe Risiken durch Konflikte bleiben.
Politik und Wirtschaft suchen gemeinsam nach Lösungen. Silvia Breher, Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium (BMLEH), kündigte einen „Politikwechsel im Wie“ an. Ziel sind mehr Dialog, weniger Bürokratie und eine stärkere Einbindung der Wirtschaft.
Das Ministerium arbeitet zudem an einer Agrarexportstrategie. Sie soll neue Märkte für deutsche Produkte erschließen und Handelshemmnisse abbauen. So will man die Widerstandsfähigkeit der gesamten Kette erhöhen.
Parallel verändern neue Gesetze den Markt. Seit Januar ist die Käfighaltung von Legehennen in Deutschland verboten. Eier aus dieser Haltung aus EU-Ländern dürfen aber weiter verkauft werden.
Auch bei der Kennzeichnung wird es Neuerungen geben. Die sogenannte „Frühstücksrichtlinie” soll ab Mitte Juni für mehr Klarheit sorgen – etwa bei der Herkunft von Honig.
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