ATX-Trends: Andritz, AT&S, FACC, Lenzing, SBO, OMV ...

Der heimische Markt präsentierte sich zu Wochenbeginn stark, nach acht Verlusttagen in Folge gelang dem ATX endlich wieder eine Verbesserung und der österreichische Leitindex schloss 1,5% stärker. Andritz, nach der Zahlenvorlage einer der größten Verlierer vom Freitag, konnte sich deutlich erholen und 4,0% stärker schließen, Unterstützung kam auch von einer Studie der deutschen Bank, wo zwar das Kursziel leicht von 37,0 Euro auf 36,0 Euro gesenkt, aber die Kaufempfehlung bestätigt wurde. Auch die Erste Group zeigte sich nach den starken Abgaben vom Freitag deutlich erholt und erzielte eine Verbesserung von 4,0%, die beiden anderen großen Banken konnten da nicht ganz mithalten, die Raiffeisen konnte immerhin um 0,8% vorrücken, bei der Bawag reichte es lediglich zu einem Anstieg von 0,2%. Insgesamt waren Nachrichten zu den einzelnen Unternehmen dünn gesät, vor der heutigen Zahlenvorlage musste AT&S 1,1% abgeben. Stärkster Titel des gestrigen Handels war FACC, der Luftfahrtzulieferer konnte mit einem Anstieg von 7,3% ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Lenzing, das am Mittwoch Ergebnisse vorlegen wird, war ebenfalls sehr gesucht, der Faserhersteller erzielte eine Verbesserung von 4,9%. Ebenfalls gut nachgefragt wurde Schoeller-Bleckmann, für den Ölfeldausrüster brachte der Handel einen Anstieg von 3,4%, auch die OMV war gestern stark und konnte um 2,5% vorrücken. Verlierer des Tages war der Flughafen Wien, wo es um 2,7% nach unten ging, Palfinger litt nach den guten Zuwächsen unter Gewinnmitnahmen, der Kranhersteller musste den Handel mit einem Abschlag von 2,4% beenden. Auch Do & Co war wieder einmal auf der Verliererseite zu finden, das Cateringunternehmen verbilligte sich um 2,0%.

AT&S
Der heimische Leiterplattenhersteller AT&S präsentierte heute seine Zahlen zum Q1/20-21. Dank des exzellenten Krisenmanagements konnte AT&S einen Konzernumsatz von €247,9 Mio. (VJ: €222,7 Mio., +11,3%)) erwirtschaften. Positiv wirkten das verbreiterte Kunden- und Anwendungsportfolio sowie Absatzsteigerungen bei IC-Substraten, mobilen Endgeräten und im Bereich Industrial. Die Umsätze im Bereich Automotive verringerten sich aufgrund schwieriger marktseitiger Rahmenbedingungen.  Das EBITDA erhöhte sich um 13,1% auf €39,5 Mio, das EBIT auf €0,2 Mio. (VJ: €-0,6 Mio.). Die Gründe für die gestiegenen Ertragswerte sind vorrangig auf den höheren Konzernumsatz zurückzuführen, wobei zu berücksichtigen ist, dass zur Vorbereitung auf zukünftige Technologiegenerationen und zur Verfolgung der Modularisierungsstrategie verstärkt in die Forschung & Entwicklung investiert wurde. Aufgrund eines schwächeren Zins- und Währungsergebnisses ging das Konzernergebnis von €-6,2 Mio. auf €-7,5 Mio. zurück.  Auf Basis der aktuellen Informationen erwartet AT&S für das Q2 weiterhin eine solide Performance mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einer EBITDA-Marge im Bereich der Zielmarge von 20% bis 25%. Im Rahmen der strategischen Projekte plant das Management – je nach Projektfortschritt – für das Geschäftsjahr 2020/21 Investitionen in einer Höhe von bis zu €410 Mio. plus €30 Mio. aufgrund von Periodenverschiebungen zwischen den Geschäftsjahren. 

Q1/2019-2020: Umsatzerlöse: €247,9 Mio. (225e), EBITDA: €39,5 Mio. (35,9e), EBIT: €0,2 Mio. (-2,5e), Konzernergebnis: €-7,5 Mio. (Vj. -6,2)

Aus den Wiener Privatbank Morning News



(04.08.2020)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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