Deutsche Wohnimmobilien sind im vierten Quartal 2025 im Schnitt drei Prozent teurer geworden als im Vorjahreszeitraum. Damit stiegen die Preise bereits zum fünften Mal in Folge. Für das Gesamtjahr 2025 bedeutet das ein Plus von 3,2 Prozent – der erste jährliche Anstieg seit 2022. Die Daten des Statistischen Bundesamtes signalisieren eine klare Stabilisierung nach der Korrekturphase.
Gegenüber dem dritten Quartal 2025 legten die Preise zuletzt nur noch leicht um 0,1 Prozent zu. Die Branche blickt dennoch mit verhaltenem Optimismus auf das laufende Jahr. Experten rechnen mit einem moderaten Aufwärtstrend.
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Die Erholung verläuft nicht einheitlich. Während Kaufimmobilien im ersten Quartal 2026 nur um 0,3 Prozent auf durchschnittlich 2.950 Euro pro Quadratmeter zulegten, zeigte der Mietmarkt mehr Dynamik. Die durchschnittliche Nettokaltmiete kletterte um 1,4 Prozent auf 10 Euro pro Quadratmeter.
Besonders in den Metropolen geht es weiter bergauf. In München erreichen Eigentumswohnungen Spitzenwerte von durchschnittlich 7.855 Euro pro Quadratmeter. Bundesweit liegt dieser Wert bei etwa 2.703 Euro. Die regionalen Unterschiede bleiben enorm.
Die jüngsten Analysen zeigen ein gemischtes Bild. Laut Interhyp gab es im Februar bundesweit leichte Rückgänge von 0,1 Prozent. Doch einige Städte trotzten dem Trend: Berlin legte um 0,3 Prozent zu, München sogar um 1,1 Prozent. Andere Metropolen wie Leipzig (-0,4 Prozent) und Köln (-0,5 Prozent) verzeichneten dagegen leichte Verluste.
Auch zwischen den Immobilientypen gibt es Unterschiede. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen im Jahresvergleich um gut ein Prozent. Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser legten sogar um 1,8 Prozent zu. Nur bei Neubau-Häusern gab es leichte Rückgänge.
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Hinter der Erholung stecken mehrere Faktoren. Die Europäische Zentralbank hat ihren Zinserhöhungszyklus beendet, was für berechenbare Finanzierungskosten sorgt. Institutionelle Investoren kehren zurück und parken Kapital in der als sicher geltenden Anlageklasse.
Der wichtigste Preistreiber bleibt jedoch das massive Angebotsdefizit. Von Januar bis Oktober 2024 wurden 19,5 Prozent weniger Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Dieses Ungleichgewicht stützt die Preise, besonders in begehrten Städten. Auch die Energieeffizienz wird immer mehr zum Preisfaktor: Eine Wohnung der Klasse A+ kann bis zu 650 Euro mehr pro Quadratmeter kosten als ein vergleichbares Objekt der Klasse D/E.
Was kommt jetzt? Branchenkenner wie das Institut der deutschen Wirtschaft prognostizieren für 2026 Preissteigerungen von drei bis vier Prozent. „Wir sehen keine Anzeichen für eine nachlassende Nachfrage“, sagt Michael Neumann, Vorstandschef von Dr. Klein. Der Grund: Es werden weiterhin zu wenige neue Wohnungen gebaut, und das Angebot an Bestandsobjekten in gefragten Lagen ist knapp.
Der Wohnungsmarkt in deutschen Metropolen wird wohl noch Jahre von einem Nachfrageüberhang geprägt sein. Die Kaufpreissteigerungen von 2025 dürften sich daher fortsetzen – vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben stabil. Geopolitische Risiken und mögliche Zinsanpassungen sind jedoch Unsicherheitsfaktoren, die den Aufwärtstrend bremsen könnten.
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