SK Hynix hat sich innerhalb weniger Tage gleich zwei strategische Schlüsselpositionen im globalen KI-Speichermarkt gesichert. Das südkoreanische Unternehmen wurde als Hauptlieferant für Nvidias nächste Beschleunigergeneration bestätigt und tritt gleichzeitig als Gründungspartner eines milliardenschweren Forschungszentrums bei. Beide Entwicklungen zusammen unterstreichen, wie eng SK Hynix mit dem Ausbau der weltweiten KI-Infrastruktur verflochten ist.
Nvidia hat für seine kommende Vera Rubin Plattform zwei Lieferanten für HBM4-Speicher ausgewählt: Samsung und SK Hynix. Micron bleibt beim Flaggschiff außen vor — eine Nachricht, die den US-Konzern am Markt spürbar traf.
Die Aufteilung fällt dabei deutlich zugunsten von SK Hynix aus. Rund 70 Prozent der HBM4-Lieferungen für Vera Rubin sollen an das südkoreanische Unternehmen gehen, Samsung erhält die verbleibenden 30 Prozent. Vera Rubin ist mit acht HBM4-Stacks pro GPU und bis zu 576 GB Speicher im Superchip-Format konzipiert und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt kommen — eine formelle Vorstellung wird bereits am 16. März auf Nvidias GTC-Entwicklerkonferenz erwartet.
SK Hynix optimiert derzeit sein HBM4-Produkt auf 11 Gbps und will die Serienproduktion noch in diesem Monat anlaufen lassen. Nvidia hatte von seinen Lieferanten Geschwindigkeiten von über 10 Gbps gefordert — deutlich über dem JEDEC-Industriestandard von 8 Gbps.
Micron wird zwar bei Rubin CPX, einer auf Inferenz ausgerichteten Mitteklasse-Variante der Rubin-Familie, als HBM4-Lieferant eingesetzt, bleibt aber vom lukrativsten Segment ausgeschlossen.
Am 10. März folgte die zweite Meldung: Applied Materials und SK Hynix haben eine langfristige Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von DRAM- und HBM-Technologien der nächsten Generation unterzeichnet. SK Hynix tritt dabei als Gründungspartner des EPIC Centers in Silicon Valley bei — einem Forschungszentrum, in das Applied Materials fünf Milliarden US-Dollar investiert und das noch 2026 eröffnen soll.
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Ingenieure beider Unternehmen werden dort gemeinsam an neuen Materialien, Integrationsmethoden und fortschrittlicher 3D-Packaging-Technologie arbeiten. Zusätzlich will SK Hynix die Packaging-Forschungskapazitäten von Applied Materials in Singapur nutzen.
Das finanzielle Fundament ist stark. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte SK Hynix seinen Umsatz um knapp 47 Prozent auf 97,15 Billionen Won, der Gewinn legte um rund 117 Prozent auf 42,92 Billionen Won zu. Die nächsten Quartalszahlen werden am 29. April 2026 erwartet.
Treiber ist die explodierende Nachfrage aus dem Rechenzentrumssektor: Laut TrendForce werden 2026 rund 70 Prozent des weltweit produzierten Speichers von Datenzentren verbraucht. Allein Google, Microsoft und OpenAI planen in diesem Jahr Investitionen von zusammen 630 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur. Samsung und SK Hynix warnen bereits, dass die Speicherknappheit bis 2027 anhalten dürfte — mit zunehmend negativen Folgen für die Unterhaltungselektronik, da Kapazitäten verstärkt in Richtung KI-Projekte umgeleitet werden.
Risiken bleiben dennoch im Blick. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten belasten die Energieversorgungssicherheit und haben die Aktien führender Halbleiterunternehmen zuletzt belastet. Zudem könnte der rasche Kapazitätsaufbau chinesischer Speicherhersteller mittelfristig auf die Preise drücken. Die SK Hynix Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, hat seit Jahresbeginn aber bereits mehr als 34 Prozent zugelegt.
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