Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Keine Verbesserung gab es gestern für den heimischen Markt, allerdings konnte der ATX klar über dem Tagestief schliessen und dadurch eine Stabilisierung nach der Talfahrt der letzten Tage erzielen, das österreichische Börsenbarometer beendete den Handel mit einem Minus von 0,8%. Erneut tiefer schlossen die im Index schwergewichteten Banken, die Erste Group verbilligte sich um weitere 4,2%, für die Raiffeisen Bank International gab es ein Minus von 2,7%. Besser lief es da für die Bawag, die lediglich 0,3% tiefer schloss, die Addiko Bank musste um 1,7% nachgeben. Nach der Zahlenvorlage fiel der Flughafen Wien um 2,5%, er konnte aber im vergangenen Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren, unterm Strich erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 6,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 57,7 Millionen Euro im Jahr 2020. Allerdings erhöht der Krieg in der Ukraine nach Aussagen der Unternehmensführung die Unsicherheit über die künftige Entwicklung, was gestern zum Rückgang führte. Die Erste Group hat das Kursziel für Schoeller-Bleckmann von 42,5 Euro auf 44,8 Euro erhöht und die Einstufung als „Accumulate“ bestätigt, für den Ölfeldausrüster ging es gestern um 5,7% nach oben.
Deutlich zulegen konnte auch der zweite Ölwert, die OMV schaffte eine Verbesserung von 2,5%. Nachgeben musste die Vienna Insurance Group, der auch in der Ukraine vertretene Versicherungskonzern hat den Geschäftsbetrieb in dem Land angesichts der Kriegsereignisse komplett eingestellt und sämtliche Geschäftsstellen geschlossen, für die Aktie bedeutete das ein Minus von 3,6%. UBM Development hat in Deutschland im Zollhafen Mainz vier Baufelder für insgesamt mehr als 42 000 Quadratmeter erworben, Analysten von Warburg bewerteten das positiv und bestätigten sowohl die Kaufempfehlung als auch das Kursziel von 53,8 Euro, für die Aktie ging es gestern dennoch um 1,3% nach unten. Schwach waren auch in Wien die Versorger, die EVN war mit einem Minus von 4,4% schwächster Titel des Handels, der Verbund musste 3,5% nachgeben. Eine deutliche Verbesserung gab es gestern für voestalpine, der Stahlkonzern konnte um 4,4% vorrücken, auch Do & Co war gut nachgefragt, das Cateringunternehmen erzielte einen Anstieg von 2,7%.
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