Der Energietechnikkonzern Siemens Energy krönt ein historisch starkes erstes Quartal mit dem Einzug in den Stoxx Europe 50. Während das klassische Kraftwerksgeschäft dank des KI-Booms Rekordaufträge verzeichnet, bleibt die Windkrafttochter Gamesa das Zünglein an der Waage für die ehrgeizigen Jahresziele. Anleger blicken nun auf eine seltene Kombination aus massivem Wachstum und üppigen Kapitalrückgaben.
Ab dem 23. März komplettiert das Unternehmen seine Präsenz in den europäischen Top-Ligen. Dank einer Marktkapitalisierung von rund 132 Milliarden Euro ersetzt der Konzern per Fast-Entry-Regel den Getränkehersteller Diageo im Stoxx Europe 50. Für den Aktienkurs ist das kein rein symbolischer Akt. Die Aufnahme dürfte erhebliche Portfolioumschichtungen institutioneller Anleger auslösen, da zahlreiche Fonds den Index physisch nachbilden.
Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von zwei Milliarden Euro sowie die Rückkehr zur Dividende mit 0,70 Euro je Anteilsschein flankieren diesen strukturellen Rückenwind. Dass der Titel seit Jahresbeginn bereits gut 24 Prozent zulegen konnte und aktuell bei 152,90 Euro notiert, spiegelt diese positive Dynamik wider.
Ein operativ herausragendes erstes Quartal fundamentiert diesen Aufstieg. Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 746 Millionen Euro, während der Auftragsbestand auf ein Rekordniveau von 146 Milliarden Euro kletterte. Ein wesentlicher Treiber für die hohe Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik ist der gewaltige Energiehunger neuer KI-Rechenzentren.
Gleichzeitig positioniert sich der Konzern strategisch in einem wichtigen Zukunftsmarkt. Eine neue Partnerschaft mit Rolls-Royce SMR sichert Siemens Energy die exklusive Lieferung von Dampfturbinentechnologie für künftige kleine modulare Kernreaktoren (SMR). Das verschafft dem Unternehmen einen direkten Zugang zu einer vielversprechenden globalen Kraftwerksflotte.
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Trotz der Glanzwerte im klassischen Geschäft schwelt der Konflikt um die Windkrafttochter Siemens Gamesa weiter. Zwar schrumpfte der Quartalsverlust der Sparte drastisch von 1,36 Milliarden auf 46 Millionen Euro, allerdings fordern aktivistische Investoren wie Ananym weiterhin hartnäckig eine Abspaltung. Das Management hält mit Rückendeckung von Großaktionären wie der DWS dagegen und peilt für das laufende Jahr das Erreichen der Gewinnschwelle an.
Am 12. Mai folgen die nächsten Quartalszahlen als wichtiger Gradmesser für diese Restrukturierung. Erreicht Gamesa im laufenden Jahr tatsächlich die anvisierte Gewinnschwelle, steht der ehrgeizigen Konzernprognose von bis zu vier Milliarden Euro Nettogewinn ein solides Fundament zur Verfügung. Ein Verfehlen dieses Ziels dürfte den Druck für eine finale Trennung von der Windsparte hingegen massiv erhöhen.
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