Die Staatlichen Museen zu Berlin eröffnen diese Woche die erste umfassende Constantin-Brancusi-Retrospektive in Deutschland seit über einem halben Jahrhundert. Ab Freitag sind in der Neuen Nationalgalerie mehr als 150 Werke des rumänisch-französischen Bildhauer-Pioniers zu sehen.
Die Ausstellung ist ein Glücksfall für Berlin. Möglich wurde sie nur, weil das Pariser Centre Pompidou derzeit saniert wird und seine weltberühmte Brancusi-Sammlung ausleihen kann. Anlass ist der 150. Geburtstag des Künstlers.
Ein absolutes Highlight: Teile von Brancusis legendärem Pariser Atelier werden zum ersten Mal seit 1957 außerhalb Frankreichs gezeigt. Die Rekonstruktion in der gläsernen Halle der Neuen Nationalgalerie macht erfahrbar, wie der Künstler seine Skulpturen als Gesamtkunstwerk im Raum inszenierte.
Experten betonen, dass Brancusi Licht, Material und selbst entworfene Sockel als Teil seiner Kunst verstand. Die Atelier-Rekonstruktion gewährt einen intimen Blick auf diese einzigartige Arbeitsweise.
Die Schau versammelt die ikonischen Werke des Bildhauers. „Der Kuss“, „Die schlummernde Muse“ oder „Vogel im Raum“ markieren den Weg zur radikalen Abstraktion. Brancusi reduzierte menschliche und tierische Formen auf ihr Wesentliches und schuf so die Grundlage für die moderne Skulptur.
Die Ausstellung zeigt seinen beharrlichen Arbeitsprozess. Über Jahrzehnte variierte er wenige zentrale Motive und erforschte dabei die Möglichkeiten von Bronze, Marmor und Holz. Seine hochpolierten Oberflächen wurden zu seinem Markenzeichen.
Die Retrospektive steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Diese hochrangige Unterstützung unterstreicht die europäische Dimension von Brancusis Werk.
Ein Ziel der Ausstellung ist es, den in Deutschland eher wenig bekannten Künstler einem breiten Publikum nahezubringen. Während Brancusi in Frankreich und den USA längst ein Star ist, bleibt er hierzulande oft noch ein Geheimtipp für Kenner.
Die Präsentation in Mies van der Rohes puristischer Architektur gilt als idealer Rahmen. Die klaren Linien der Neuen Nationalgalerie treten in einen perfekten Dialog mit Brancusis reduzierter Formensprache.
Die Kooperation mit dem Centre Pompidou ist auch ein Vertrauensbeweis. Großangelegte Leihgaben dieser Art sind im heutigen Museumsbetrieb mit seinen hohen Kosten eine echte Rarität.
Die Ausstellung „Constantin Brancusi“ läuft vom 20. März bis zum 9. August in der Neuen Nationalgalerie. Begleitend erscheint ein umfangreicher Katalog. Die Veranstalter rechnen mit großem Besucherandrang und raten zur frühzeitigen Ticketbuchung.
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