Mastercard greift tief in die Tasche: Der Zahlungsriese übernimmt das Fintech-Unternehmen BVNK für bis zu 1,8 Milliarden Dollar – inklusive 300 Millionen Dollar in erfolgsabhängigen Zahlungen. Die Transaktion soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.
BVNK wurde 2021 gegründet und betreibt eine Plattform, über die Unternehmen Zahlungen auf den wichtigsten Blockchain-Netzwerken in mehr als 130 Ländern abwickeln können. Zu den Kunden zählen unter anderem Worldpay, Deel und Flywire. Das Kerngeschäft: die Brücke zwischen klassischen Fiat-Währungen und Stablecoins.
Genau diese Fähigkeit ist für Mastercard strategisch wertvoll. Digitale Währungszahlungen erreichten laut Daten der Boston Consulting Group 2025 ein Volumen von mindestens 350 Milliarden Dollar. Mastercard positioniert sich damit frühzeitig in einem Segment, das sichtbar an Fahrt gewinnt.
Der Deal ergänzt bereits laufende Initiativen: Das Mastercard Crypto Partner Program zählt inzwischen auch das TRON-Netzwerk zu seinen Teilnehmern, das täglich ein Transaktionsvolumen von über 22 Milliarden Dollar verarbeitet. Die Plattform verfügt über mehr als 85 Milliarden Dollar an zirkulierendem USDT – eine beachtliche Infrastruktur für künftige Anwendungsfälle.
An der Börse hält sich die Reaktion vorerst in Grenzen. Im vorbörslichen Handel gab die Aktie leicht nach und notierte bei rund 508 Dollar – ein minimales Minus. Mit weniger als 0,4 Prozent der Marktkapitalisierung von 453 Milliarden Dollar ist die Übernahme für Mastercard finanziell überschaubar.
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Analysten sehen das Unternehmen dennoch gut aufgestellt. Tigress Financial Partners hob das Kursziel zuletzt auf 735 Dollar an und hält an einer klaren Kaufempfehlung fest. Die Bank of America startete die Coverage ebenfalls mit einer Kaufempfehlung und einem Ziel von 700 Dollar. Daiwa Securities stufte den Titel von „Neutral" auf „Outperform" hoch – Kursziel 610 Dollar. 16 Analysten haben ihre Gewinnschätzungen zuletzt nach oben revidiert.
Am 23. April legt Mastercard die nächsten Quartalszahlen vor. Bis dahin dürfte der Markt vor allem beobachten, wie konkret sich die Integration von BVNK in das bestehende Zahlungsnetzwerk gestalten lässt – und ob das Versprechen, Fiat und Blockchain wirklich nahtlos zu verbinden, in der Praxis trägt.
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