Im Gegensatz zu den meisten europäischen Börsen konnte sich der heimische Markt vergleichsweise gut halten, der ATX musste lediglich um 0,1% nachgeben. Allgemein schreckten die Investoren auf Grund des mittlerweile ziemlich hohen Bewertungsniveaus der Aktien vor weiteren Käufen zurück, neue Meldungen, die Kaufanreize geboten hätten, waren gestern nicht vorhanden. Auf Unternehmensebene gestaltete sich die Meldungslage am heimischen Aktienmarkt sehr dünn. Quartalszahlen stehen erst heute von UNIQA und Do&Co auf der Agenda, im Vorfeld konnte sich das Cateringunternehmen um 0,3% verbessern, für den Versicherer gab es ein Minus von 1,4%. Auch der zweite Vertreter aus der Branche, die Vienna Insurance, musste nachgeben, allerdings nur um 0,4%. Die OMV konnte den Höhenflug der letzten Tage dank anziehender Rohölpreise fortsetzen und um weitere 3,3% zulegen, der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann schaffte nur einen Anstieg von 0,5%. Palfinger konnte vermelden, dass das Unternehmen nach dem Cyberangriff vor etwas mehr als drei Wochen wieder zum Normalbetrieb zurückgekehrt ist, alle 35 Produktionsstandorte produzieren wieder auf Hochtouren, ungeachtet dieser positiven Meldung musste der Kranhersteller gestern 2,7% nachgeben. Unterschiedlich verlief der Tag für die Banken, die Raiffeisen konnte ein kleines Plus von 0,2% erzielen, die Erste Group musste 0,6%abgeben und die Bawag verbilligte sich um 1,2%. Der Handel in Frequentis verläuft weiter sehr volatil, gestern ging es für den Titel wieder nach oben, mit einer Verbesserung von 3,5% war der Anbieter von Softwaresystemen für die Lenkung der Luftfahrt stärkster Titel des gestrigen Handelstages. Ebenfalls zu den Gewinnern zählte voestalpine, der Stahlkonzern konnte um 0,9% vorrücken, einen Zuwachs in gleichem Ausmaß erzielte das Biotechnologieunternehmen Marinomed. Gekauft wurde auch EVN, für den Versorger brachte der Handel einen Zuwachs von 0,8%. Die Liste der Verlierer wurde von Kapsch TrafficCom angeführt, nach dem Plus des Vortages trotz eher schlechter Zahlen fand gestern ein Meinungsumschwung statt und die Aktie rutschte um 3,9% ab. Auch FACC verzeichnet weiter große Tagesausschläge, gestern ging es für den Zulieferbetrieb für die Flugzeugherstellung um 3,9% nach oben. Lenzing legte eine Pause ein, nach dem Erfolgslauf der letzten Zeit kam es bei dem Faserhersteller zu Gewinnmitnahmen und einem Tagesminus von 3,2%. Ebenfalls verkauft wurde der Flughafen Wien, der Titel endete 3,1% schwächer.
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