Der ATX ging mit einem Rückgang von 0,9% aus dem Handel. Neben den weltweiten wirtschaftspolitischen Entwicklungen standen in Wien auch eine Reihe von Unternehmensberichten im Mittelpunkt des Interesses, EVN musste nach zeitweiligen Gewinnen mit einem Abschlag von 1,8% den Handel beenden. Der niederösterreichische Energieversorger hat in den ersten drei Quartalen 2019/20 mehr Gewinn erzielt, das Konzernergebnis stieg um 25,2 Prozent auf 210,7 Millionen Euro. Immofinanz erlitt ebenfalls ein Minus von 1,8%, wegen weiterer Immobilien-Abwertungen und uneinbringlicher Mieten infolge der Coronakrise hat das auf Büros und Einzelhandel spezialisierte Immobilienunternehmen im ersten Halbjahr einen deutlichen Verlust von 120 Millionen Euro erlitten, im gleichen Vorjahreszeitraum erzielte man noch 185 Millionen Euro Gewinn. Marinomed konnte einen Gewinn von 2,0% erzielen, das Biotech-Unternehmen profitiert mit seinem Virus-Blocker Carragelose von der Coronakrise und hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 38 Prozent auf 2,28 Millionen Euro gesteigert, das Betriebsergebnis verbesserte sich auf minus 2,89 Millionen Euro. Schoeller-Bleckmann konnte nach zeitweiligen Verlusten ebenfalls einen Zuwachs erzielen, der Ölfeldausrüster hat, wie bereits vor zwei Wochen vorgewarnt, im ersten Halbjahr 2020 einen Nettoverlust von 12 Millionen Euro eingefahren, nachdem bei Nordamerika-Tochtergesellschaften Abwertungen in Höhe von 20,8 Millionen Euro vorgenommen wurden. Der Umsatz brach um mehr als ein Fünftel auf 184,5 Millionen Euro ein, dennoch konnte der Titel ein Plus von 1,0% erzielen. UBM Development hat auch im zweiten Quartal das operative Ergebnis und den Nettogewinn gesteigert. Im gesamten Halbjahr legte der Vorsteuerergebnis von 29,3 auf 43,8 Millionen Euro zu und der Nettogewinn von 21,3 auf 26,6 Millionen Euro. Bei einer um 60 Prozent auf 2 Milliarden Euro erweiterten Projekt-Pipeline sieht sich das Unternehmen bereit für Gelegenheiten am Markt, die Aktie konnte gestern 4,3% zulegen. Warburg Research reduzierte das Kursziel für Porr von 22,7 Euro auf 22,0 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung, der Baukonzern musste dennoch 2,6% abgeben. Die Banken hatten einen gemischten Tag, die Bawag konnte 1,2% zulegen, die Erste Group musste 1,8% abgeben und die Raiffeisen schloss mit einem Minus von 2,4%. Gesucht war Wienerberger, der Ziegelkonzern erzielte eine Verbesserung von 2,3%.
Unternehmensnachrichten
Warimpex
Warimpex veröffentlichte heute Zahlen zum Q2/20 Ergebnis. Unter dem Einfluss der Gesundheitskrise verringerten sich Umsatzerlöse im Hotelbereich im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich von €3,0 auf €0,2 Mio. Dies führte zu einer Verminderung des Gesamtumsatzes von €9,0 auf €5,7 Mio. Gleichzeitig konnte der Aufwand nur von €1,5 auf €1,0 Mio. verringert werden. Hingegen blieben Erlöse aus der Vermietung von Büroimmobilien mit €5,2 Mio. im Quartalsvergleich stabil. Im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum verringerte sich das EBITDA von €2,3 auf €-0,6 Mio., das EBIT sank von €9,2 auf €-6,8 Mio. Dies ist neben dem Ausbleiben von Immobilienverkäufen auf negative Effekte aus Immobilienbewertungen (€-4,2 Mio.) und den negativen Erfolgsbeitrag aus dem Hotelbetrieb zurückzuführen. Das Periodenergebnis fiel in der Folge mit €-3,0 Mio. (Vj. 6,1) ebenfalls negativ aus. Der NNNAV verringerte sich seit Jahresbeginn von €3,41 auf €2,82 je AktieAufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wird sich das Rekordjahr 2019 kaum wiederholen lassen. Die aktualisierte Planungsrechnung des Unternehmens zeigt für 2020 weiterhin ein positives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Finanzergebnis, Steuern, Abschreibungen und Wertänderungen (EBITDA) sowie ausreichend Liquidität.
Q2/2020: Umsatzerlöse: €5,7 Mio. (Vj. 9,0), EBITDA: €-0,6 Mio. (Vj. 2,3), EBIT: -6,8 Mio. (Vj. 9,2 Mio.), Konzernergebnis: € -3,3 Mio. (Vj. 5,1)
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