Broadcom steht nicht nur als Halbleiterhersteller im Rampenlicht — das Unternehmen ist seit der ersten Generation der Google-KI-Chips der entscheidende Designpartner hinter den Kulissen. Mit der siebten Iteration des TPU-Chips, genannt Ironwood, rückt diese Rolle nun stärker ins Bewusstsein der Anleger.
Broadcom übernimmt bei Googles Ironwood-Chip die vollständige ASIC-Entwicklung: von den hochperformanten Rechenkernen über proprietäre SerDes-Schnittstellen bis hin zur Umsetzung von Googles Spezifikationen in ein fertiges Chipdesign. Laut TrendForce soll das Programm 2026 deutlich ausgeweitet werden — mit einem prognostizierten TPU-Wachstum von über 40 Prozent jährlich, womit Google unter den Cloud-Anbietern die höchsten Stückzahlen liefern würde.
Die Partnerschaft reicht mittlerweile über Google hinaus. CEO Hock Tan bestätigte einen Auftrag über zehn Milliarden Dollar für Ironwood-Racks an Anthropic — plus einen weiteren Folgeauftrag über elf Milliarden Dollar im jüngsten Quartal. Anthropic plant, 2026 insgesamt eine Million TPU-Chips in seine Infrastruktur zu integrieren. Zusätzlich laufen Gespräche mit Microsoft über ein gemeinsames Chipdesign, und mit OpenAI arbeitet Broadcom bereits an maßgeschneiderten Lösungen.
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Die Quartalszahlen für Q1 unterstreichen den Wachstumskurs: Der Gesamtumsatz stieg um 29 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar, das bereinigte EBITDA legte um 30 Prozent auf einen Rekordwert von 13,1 Milliarden Dollar zu. Besonders auffällig: Der KI-Umsatz verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 8,4 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal erwartet das Management einen KI-Chip-Umsatz von 10,7 Milliarden Dollar — und für das Geschäftsjahr 2027 peilt Hock Tan mindestens 100 Milliarden Dollar allein aus dem KI-Chipgeschäft an.
Neben dem Chipdesign baut Broadcom seine Position in der KI-Netzwerkinfrastruktur aus. Der Tomahawk-6-Switch-ASIC, seit Anfang 2026 in Serie gefertigt, ermöglicht als weltweit erster 102,4-Tbps-Switch den Aufbau von Clustern mit über einer Million Prozessoren bei minimaler Latenz. Analysten erwarten, dass Inferenz-Aufgaben bis Ende 2026 rund 70 Prozent der gesamten KI-Rechenleistung ausmachen werden — ein Segment, in dem spezialisierte ASICs gegenüber GPUs strukturelle Effizienzvorteile besitzen.
47 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, kein einziger rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 472 Dollar — gemessen am aktuellen Kurs von rund 278 Euro entspräche das einem erheblichen Aufwärtspotenzial. Als Treiber nennen Analysten unter anderem ein Wachstum von 140 Prozent bei Custom-AI-Acceleratoren und 60 Prozent im Netzwerkgeschäft im Jahresvergleich.
Am 31. März zahlt Broadcom zudem eine Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie aus — ein kleines, aber regelmäßiges Signal an Aktionäre, dass das Unternehmen trotz aggressiver Wachstumsinvestitionen auf Ausschüttungen nicht verzichtet.
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