Die Fed hält die Zinsen hoch, Öl verteuert sich, und institutionelle Anleger ziehen in einem Tempo Kapital ab, das zuletzt vor über einem Jahrzehnt zu beobachten war. Für Silber ist das eine toxische Kombination — der Preis liegt seit Jahresbeginn im Minus und notiert rund 40 Prozent unter seinem Jahreshoch.
Den unmittelbaren Anstoß lieferte die US-Notenbank: Am 18. März beließ die Fed die Zinsen bei 3,5 bis 3,75 Prozent und signalisierte für das gesamte Jahr 2026 lediglich eine einzige Senkung. Die Märkte verschoben ihre Lockerungserwartungen daraufhin auf 2027. Parallel preisen Investoren nun sogar zwei Zinserhöhungen von EZB und Bank of England ein — ein Umfeld, das renditearme Edelmetalle strukturell benachteiligt.
Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts verstärkt diesen Effekt noch. Höhere Energiepreise treiben die Inflationserwartungen, was frühe Zinssenkungen unwahrscheinlicher macht und Anleihen gegenüber Silber attraktiver erscheinen lässt. Der Konflikt, der eigentlich Safe-Haven-Nachfrage hätte erzeugen sollen, wirkt paradoxerweise als zusätzlicher Belastungsfaktor.
Am 19. März verzeichneten Gold- und Silber-ETFs ihre größten Tagesabflüsse seit mehr als einem Jahrzehnt. Der iShares Silver Trust (SLV) verlor allein in der vergangenen Woche über 713 Millionen US-Dollar — nach bereits 835 Millionen in der Woche davor. Seit Jahresbeginn summieren sich die Abflüsse auf über 3 Milliarden Dollar.
Hinter diesen Zahlen stecken vor allem Gewinnmitnahmen. Silber hatte von den April-2025-Tiefs bis zum Jahreshoch um rund 135 Prozent zugelegt. Wer damals einstieg, sitzt trotz der jüngsten Korrektur noch auf erheblichen Gewinnen — und löst nun Long-Positionen auf.
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Das Silver Institute erwartet für 2026 das sechste Angebotsdefizit in Folge. Industrielle Abnehmer halten sich jedoch zurück und warten auf eine Preisstabilisierung, was die Fabrikationsnachfrage kurzfristig dämpft. Der strukturelle Rückhalt ist intakt, entfaltet im aktuellen Makroumfeld aber kaum Wirkung.
Der aktuelle Zyklus folgt einer klaren Logik: Öl, Inflation, Zinsen und Währungsbewegungen dominieren die Preisfindung — stärker als geopolitische Risiken allein. Solange die Fed an ihrer restriktiven Haltung festhält und der Ölpreis erhöht bleibt, dürfte der Druck auf Silber anhalten. Eine Neubewertung würde konkrete Signale einer geldpolitischen Wende erfordern — die frühestens 2027 in Sicht ist.
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