HelloFresh versetzt seinen Aktionären einen herben Dämpfer. Mit der Vorlage der Jahreszahlen für 2025 und einem vorsichtigen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr schickte der Konzern sein Papier auf ein neues Allzeittief. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob die Wachstumsstory des Kochboxen-Versenders noch intakt ist.
Für das Jahr 2026 stellt das Management einen weiteren währungsbereinigten Umsatzrückgang von drei bis sechs Prozent in Aussicht. Damit verfehlte HelloFresh die Erwartungen der Analysten deutlich, die auf eine stabilere Entwicklung gehofft hatten. Auch das prognostizierte bereinigte EBITDA zwischen 375 und 425 Millionen Euro blieb hinter den Markterwartungen zurück.
Die Reaktion an der Börse fiel entsprechend heftig aus: Die Aktie brach am Mittwoch um über 17 Prozent ein und markierte bei 3,85 Euro einen neuen historischen Tiefstand. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit bereits auf rund 35 Prozent.
Dabei lieferte das vergangene Geschäftsjahr 2025 durchaus Lichtblicke bei der Profitabilität. Trotz eines Erlösrückgangs um knapp 12 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro stieg das bereinigte EBITDA um 14 Prozent auf 422,8 Millionen Euro. Greifbare Erfolge zeigten sich vor allem im Kerngeschäft mit Kochboxen, wo die Marge auf 13,5 Prozent kletterte.
Verantwortlich für diese Entwicklung waren primär strikte Sparmaßnahmen. Ein Kostensenkungsprogramm spülte 2025 bereits 160 Millionen Euro in die Kassen. Für das aktuelle Jahr plant HelloFresh zusätzliche Einsparungen in Höhe von 140 Millionen Euro, um den negativen Trend beim Umsatz abzufedern.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hellofresh?
Um die Profitabilität weiter zu sichern, zieht sich der Konzern aus den Märkten in Italien und Spanien zurück. Ein Sorgenkind bleibt jedoch das Segment der Fertiggerichte (Ready-to-Eat), das 2025 mit einer negativen Marge von 1,2 Prozent weiterhin Verluste einfuhr. Besonders die abgekühlte Nachfrage im US-Markt erschwert hier den Weg in die Gewinnzone.
Entscheidend für die kommenden Monate wird sein, ob das gestartete Investitionsprogramm zur Produktvielfalt die Kundenbindung tatsächlich nachhaltig stärkt. Gelingt es nicht, den Umsatzschwund im klassischen Kochboxen-Geschäft zeitnah durch ein profitables Ready-to-Eat-Segment auszugleichen, dürfte der Druck auf die Bewertung hoch bleiben.
Anzeige
Hellofresh-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hellofresh-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten Hellofresh-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hellofresh-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hellofresh: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Einreihun...
» Sondervermögen SVIK: 500 Milliarden Euro f...
» Exercise Snacking: Fitness-Trend revolutio...
» Belimo Aktie: Digitale Produktoffensive ( ...
» RENK Aktie: Zahlen, Ziele, Konferenz ( Fin...
» Thunder Mountain Gold Aktie: Explorationsd...
» Cloud-Plattformen werden zur neuen Waffe v...
» ATX-Trends: Semperit, Bawag, RBI, Porr, St...
» NIST und GSA schaffen neuen Standard für s...
» Studie: Digitales Umfeld kann Selbstwertge...
» Belimo Aktie: Digitale Produktoffensive ( ...
Belimo reagiert auf den wachsenden Bedarf an effizienter Gebäudetechnik mit einer gezielten Erwe...
» RENK Aktie: Zahlen, Ziele, Konferenz ( Fin...
Rekordjahr 2025, ein Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro und eine um 38 Prozent erhöhte Div...
» Thunder Mountain Gold Aktie: Explorationsd...
Junior-Miner wie Thunder Mountain Gold stehen im Frühjahr 2026 vor einer besonderen Herausforder...
» MSP Recovery Aktie: Neue Realität ( Finanz...
MSP Recovery hat den Sprung in den regulierten Nasdaq-Handel hinter sich gelassen – allerdings n...
» Allianz Aktie: Stühlerücken im Vorstand ( ...
Ein aktueller Reisedaten-Report der Tochtergesellschaft Allianz Partners liefert mehr als nur Ei...