Der DAX steht heute unter schwerem Druck. Steigende Ölpreise und ein restriktiveres Signal aus Washington treffen den deutschen Leitindex zur Unzeit – die vorbörslichen Indikationen zeigen ein Minus von rund 1,6 Prozent auf etwa 23.124 Punkte. Damit rückt die psychologisch wichtige 23.000er-Marke wieder gefährlich nah.
Der Kern des Problems sitzt im Nahen Osten. Gegenseitige Angriffe auf Energieanlagen haben Brent-Rohöl wieder auf rund 112 Dollar je Barrel getrieben. Die Lage ist ernst: Iran droht offen mit Angriffen auf Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Ras Laffan, das weltgrößte LNG-Exportterminal in Katar, wurde bereits durch einen Raketentreffer beschädigt. Die Vereinigten Arabischen Emirate suspendierten vorübergehend den Betrieb in Habshan.
Für Anleger bedeutet das eine doppelte Bedrohung: höhere Energiekosten bremsen die Konjunktur, treiben gleichzeitig die Inflation nach oben. Kein angenehmes Umfeld für Risikoassets.
Die US-Notenbank ließ ihre Leitzinsen gestern Abend erwartungsgemäß unverändert. Die neuen Zinsprojektionen deuten nun auf lediglich eine Senkung im Jahresverlauf 2026 hin – noch im Januar hatte man mit zwei gerechnet. Fed-Chef Powell räumte offen ein, dass höhere Energiepreise die Inflation anheizen werden, das genaue Ausmaß aber noch nicht abschätzbar sei. Der Markt quittierte das mit deutlichen Abgaben: Dow Jones und S&P 500 verloren jeweils mehr als 1,5 Prozent.
Der Euro gibt nach und handelt aktuell knapp unter 1,15 Dollar. Ökonomen warnen, dass bei anhaltend hohen Energiepreisen Zinssenkungen der Fed in 2026 immer unwahrscheinlicher werden.
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Heute stehen nun die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England an. Großen geldpolitischen Spielraum haben beide nicht. EZB-Chefin Lagarde dürfte angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks einen eher vorsichtigen Ton anschlagen – eine klare Entlastung für den Markt ist von dieser Seite kaum zu erwarten.
Anfang des Jahres hatte der DAX noch bei 25.507 Punkten ein Allzeithoch markiert. Seitdem hat der Index gut 2.400 Punkte eingebüßt. Ob der Boden bei 23.000 Punkten diesmal hält, hängt wesentlich davon ab, wie sich die Lage im Persischen Golf in den nächsten Stunden entwickelt.
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