ATX-Trends: FACC. Immofinanz, OMV, Agrana, etc. (Wiener Privatbank)

  • Deutlich erholt präsentierten sich die europäischen Börsen am gestrigen Handelstag, auch unterstützt von der Tatsache dass der Euro von seinem Sechswochenhoch gegen den US-Dollar wieder deutlich zurückgekommen ist. Der Anstieg betraf alle Sektoren, wobei vor allem die Technologiewerte stark zulegen konnten. Der französische Triebwerkhersteller Safran dürfte einen Auftrag über 6,5 Milliarden Dollar von Vietjet Airlines an Land ziehen, die Aktie reagierte gestern auf diese Meldung mit einem Kurszuschlag von 2,6%. Novartis erwirbt von GlaxoSmithkline eine 36,5 prozentige Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen, das bedeutete ein Kursplus von 2,1%, für GlaxoSmithKline ging es gar 4,9% in die Höhe. Das Geschäft von Hennes & Mauritz war im ersten Geschäftsquartal um fast die Hälfte gefallen, dadurch wurden große Lagerbestände aufgebaut, die schwedische Modekette sackte dadurch um 5,0% auf den tiefsten Stand seit 2005 ab. Bei der Deutschen Bank werden die Spekulationen um eine Ablöse des Vorstandschefs immer lauter, gestern konnte die Aktie dadurch 1,1% Gewinn erzielen.
     
    Weiter gut behauptet zeigt sich der Aktienmarkt in Österreich, auch gestern gab es wieder einen Zuwachs von 0,3%. An der Indexspitze waren die beiden Neulinge, AT&S und FACC zu finden, AT&S konnte 3,6% dazugewinnen, bei FACC betrug der Tagesgewinn 2,9%. Ebenfalls klar fester notierte Immofinanz , der Vorstand lehnt das Teilübernahmeangebot von Starwood als zu niedrig angesichts der verbesserten Kennzahlen und des positiven Geschäftsausblicks ab, das bedeutete für den gestrigen Tag eine 1,6% höhere Notierung. CA Immo wollte das Angebot vorerst nicht bewerten, man werde sich nach Prüfung der Unterlagen erst nach Ostern äußern, so äußerte sich gestern der Finanzvorstand. Für den Titel ging es 0,4% nach oben. Die Analysten von RCB stuften OMV auf „Kaufen“ hoch, für den Ölkonzern bedeutete das einen Zuwachs von 0,9%. Unter Druck geriet Agrana nach einer Abstufung durch Berenberg, begründet durch die schwachen Zahlen des Branchenkollegen Südzucker, Investoren quittierten diese Abstufung mit einem Minus von 1,9%.

    Nach weiteren guten Gewinnen zu Handelsbeginn mussten die US-Börsen im weiteren Handelsverlauf abgeben und beendeten den Tag mit deutlichen Abschlägen. Unter den Erwartungen vorgelegte Stimmungsindikatoren trugen ihren Teil zu den Abgaben bei. Damit droht dem Dow Jones nach neun positiven Quartalen der erste Verlust über einen Dreimonatszeitraum. Der einzige Vortagesverlierer im Index, General Electric , konnte sich gestern eindrucksvoll erholen und kletterte 4,3% nach oben, der Markt spekuliert mit einem Einstieg von Warren Buffett auf diesem niedrigen Niveau. Umgekehrt war hingegen die Entwicklung bei Facebook , nach der Stabilisierung vom Vortag setzte es gestern wieder deutliche Verluste und der Titel schloss 4,9% schwächer. Stark abgeben musste auch Tesla , Untersuchungen über Unfälle bei selbstfahrenden Autos liessen den Titel 8,2% abgleiten. Das brachte auch den Zulieferer Nvidia in Bedrängnis, hier setzte es ein Minus von 7,8%.

    Brent notierte zu Handelsschluss fast unverändert zum Vortagsniveau, WTI schloss 0,5%& schwächer. Gold musste leicht abgeben und handelte auf dem Niveau von 1.344 US-Dollar. Der Euro gab nach unverändertem Handel zu Beginn im Tagesverlauf deutlich ab und wurde bei einer Marke von rund 1,24 zum US-Dollar gehandelt.
     
    Vorbörslich sind die europ. Börsen leicht negativ indiziert. Die asiatischen Börsen schließen mehrheitlich im Minus. Von der Makroseite stehen diverse US-Daten auf der Agenda, von der Unternehmensseite ist es relativ ruhig.


(28.03.2018)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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