Rekordgewinn und Regulierungsdruck — UBS liefert für 2025 beeindruckende Zahlen, doch das politische Tauziehen um neue Schweizer Eigenkapitalvorschriften lastet schwer auf der Aktie. Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund 19 Prozent verloren.
Das Zahlenwerk für 2025 kann sich sehen lassen: Der Nettogewinn stieg um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar, die verwalteten Vermögen überstiegen erstmals die Marke von sieben Billionen Dollar. Die Bank schlägt eine um 22 Prozent erhöhte Dividende von 1,10 Dollar je Aktie vor und schloss ein Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar ab.
Auch die Credit-Suisse-Integration macht Fortschritte: 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten sind bereits migriert, die kumulierten Bruttokosteneinsparungen belaufen sich auf 10,7 Milliarden Dollar.
Die operative Stärke kontrastiert jedoch scharf mit dem regulatorischen Druck aus Bern. Die Schweizer Regierung fordert zusätzliche Eigenkapitalanforderungen, die UBS zur Haltung von rund 42 Milliarden Dollar an CET1-Kapital zwingen würden. Die Bank lehnt die Pläne als unverhältnismäßig ab und hält vorerst an ihrem Renditeziel von 15 Prozent auf das CET1-Kapital bis Ende 2026 fest — zumal keine der geplanten Änderungen vor 2027 in Kraft treten soll.
Einen möglichen Ausweg bietet ein Kompromissvorschlag der SVP, der es UBS erlauben würde, AT1-Wandelanleihen zur Erfüllung eines Teils der Anforderungen einzusetzen. Die Nachricht hatte die Aktie zeitweise auf ein 17-Jahres-Hoch getrieben. Das Schweizer Parlament soll die Reform voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 beraten.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?
Parallel bereitet UBS einen Umbau im Aufsichtsgremium vor. Zur ordentlichen Generalversammlung am 15. April 2026 nominiert die Bank Agustín Carstens, bis Mitte 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sowie Luca Maestri, über ein Jahrzehnt CFO bei Apple. Beide sollen Expertise in Regulierung, Geldpolitik und Finanzsteuerung einbringen.
Gleichzeitig scheiden William C. Dudley, Jeanette Wong und Vizepräsident Lukas Gähwiler aus dem Gremium aus.
Den nächsten konkreten Gradmesser liefert UBS am 29. April mit den Zahlen für das erste Quartal 2026. Bis dahin dürfte der Ausgang der Eigenkapitaldebatte in Bern der entscheidende Faktor für die Kursrichtung bleiben.
Anzeige
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
» KI-Netzwerke: Sicherheit wird zum Fundamen...
» Nittan Valve Aktie: Zinswende belastet ( F...
» Globale Initiative "Being" startet Million...
» AtaiBeckley startet 2026 Phase-3-Studie fü...
» Evotec streicht 800 Jobs und schließt Stan...
» Rheinmetall Aktie: Rekord mit Wermutstropf...
» Siemens Aktie: Rekordzahlen verpuffen ( Fi...
» Spritpreise brechen Zwei-Euro-Schwelle – S...
» Premium Nexus Aktie: Mongolischer Expansio...
» Rovsing Aktie: Fokus auf Raumfahrt ( Finan...
» Nittan Valve Aktie: Zinswende belastet ( F...
Japans Industrie navigiert durch einen historischen Umbruch. Steigende Renditen für Staatsanleih...
» Rheinmetall Aktie: Rekord mit Wermutstropf...
Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis, ein Auftragsbestand auf historischem Niveau — und trotzdem ...
» Siemens Aktie: Rekordzahlen verpuffen ( Fi...
Der Technologiekonzern liefert glänzende operative Werte ab, erntet an der Börse dafür aber kaum...
» Premium Nexus Aktie: Mongolischer Expansio...
Premium Nexus Jsc festigt seine Position im mongolischen Einzelhandel. Nach dem Aufstieg in das ...
» Rovsing Aktie: Fokus auf Raumfahrt ( Finan...
Rovsing A/S bewegt sich in einem hochspezialisierten Marktumfeld, das von extremen technischen H...